Ambient Media Die Nutzer sind da, aber das Werbegeld fehlt

Donnerstag, 04. August 2016
Martina Vollbehr, Pilot: "Kombination aus Mobile und Ambient trifft den Zeitgeist"
Martina Vollbehr, Pilot: "Kombination aus Mobile und Ambient trifft den Zeitgeist"
Foto: Pilot
Themenseiten zu diesem Artikel:

Martina Vollbehr Antonio Esmail


Ambient Medien – egal ob spektakuläre Inszenierungen im öffentlichen Raum oder Gratispostkarten in Kneipen - können vom veränderten Alltag junger Menschen profitieren. „Sie gehen zur Schule, Uni oder Arbeit, zu Freunden oder zum Sport und betreten damit genau die Spielfläche, in der Ambient-Media-Maßnahmen verortet sind“, sagte Martina Vollbehr, Geschäftsführerin von Pilot Hamburg, bei der Hauptversammlung des Fachverbandes Ambient Media (FAM). Vor allem die Kombination aus Mobile und Ambient treffe den Zeitgeist perfekt.

Für Marken würden sich daraus neue Möglichkeiten ergeben. Vor allem dann, wenn es gelingt, nicht nur platte Botschaften zu vermitteln, sondern die Zielgruppe zur Interaktion zu bewegen, seien Werbemaßnahmen erfolgreich. Allerdings fehlt es laut Vollbehr aktuell noch an guten Konzepten, die beiden Gattungen zu kombinieren. Hier müssten Marken jetzt ansetzen. „Die mobile Nutzerschaft ist vorhanden, doch die Werbe-Investitionen sind vergleichsweise gering.“

Die Qualität der Anbieter steigt dagegen stetig. Laut Markus de Vries, Vorstand Qualität im FAM, lagen die Ergebnisse der Prüfungen für das Qualitätssiegel des Verbandes auf sehr hohem Niveau. Im Vergleich zu 2015 wurden sieben Auszeichnungen mehr verteilt, im Bereich Promotion waren es vier. Von insgesamt 32 Qualitätssiegeln erzielten 31 Siegel mindestens 85 Prozent der erreichbaren Punktzahl. Das beste Prüfergebnis mit über 96 Prozent erzielte DSA Youngstar.

Zusätzlich wird die Reichweitenstudie Ambient Media Analyse (AMA) mit weitreichenderen Informationen zu Touchpoints und verschiedenen Medien neu aufgelegt. Erstmals soll ein Teil der Studie auch Online für alle Werbungtreibende  einsehbar sein. Die erste Erhebungswelle ist in diesem Jahr geplant. „Die fortschreitenden Digitalisierung ist für unsere Branche eine große Chance, weiter an Bedeutung im Mediamix zu gewinnen“, betonte Antonio Esmail, der als FAM-Vorstandsvorsitzender im Amt bestätigt wurde. Gerade die Kombination mit Mobile- und Online-Medien biete Möglichkeiten, Kampagnen künftig noch spitzer und zielgruppenaffiner zu realisieren. kan

Meist gelesen
stats