Amazon Prime, Maxdome, Netflix So nutzen die Deutschen Video-on-Demand-Dienste

Dienstag, 20. Juni 2017
Netflix verändert den Bewegtbildkonsum
Netflix verändert den Bewegtbildkonsum
© Foto: Netflix
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Amazon Prime, Maxdome und Netflix haben in den vergangenen zwei Jahren nicht nur massiv Abonnenten gewonnen. Sie investieren auch immer stärker in ihre Eigenproduktionen und können so zum Einen das lästige Feilschen um Lizenzen für Serien und Filme umgehen und zum anderen Kunden an sich binden. Vor allem bei den Jüngeren stehen die Alternativen zum klassischen TV mit ihren Serien-Hits hoch im Kurs. Dementsprechend ist der Kenntnisstand über die Angebote bei der jüngeren Klientel ausgeprägter als beim älteren Publikum, wie aus einer exklusiv für HORIZONT durchgeführten Forsa-Umfrage zu Video-on-Demand-Angeboten hervorgeht.

Ob nun „Orange is the New Black“, „Stranger Things“ oder „Transparent“ – solche eigens für Streaming-Anbieter produzierten Serienformate stehen allesamt für eine neue Generation von Video-on-Demand-Serien (VoD). Die Anbieter reagieren sehr zuverlässig auf die Resonanz ihres Publikums: Während die Hit-Serie „House of Cards“, eines der ersten und höchst erfolgreichen Formate dieser Art, derzeit bereits mit der fünften Staffel am Start ist, wurde die Musical-Drama-Serie „The Get Down“ – die bisher kostspieligste Netflix-Produktion – schon nach einer Staffel abgesetzt. Die rund 500 Befragten (ab 14 Jahre) wurden zunächst zu ihren allgemeinen Kenntnissen über Video-on-Demand-Anbieter und deren Angebote befragt. Interessant ist, dass der Wissensstand über das Angebot der Dienste im Allgemeinen noch relativ gering ist.

Der Kenntnisstand des jüngeren Publikums über VoD-Angebote ist deutlich ausgeprägter
Der Kenntnisstand des jüngeren Publikums über VoD-Angebote ist deutlich ausgeprägter (Bild: Forsa)


Jeweils etwa ein Drittel der Befragten ordnet den VoD-Anbietern ihre selbst produzierten Serien und Filme (33 Prozent) zu beziehungsweise weiß, dass sie dort Serien und Filme ausländischer TV-Sender sehen können. Von eigenproduzierten deutschen Serien und Filmen denken dies 31 Prozent der Befragten. Dass auch Serien und Filme öffentlich-rechtlicher Fernsehsender von den Anbietern gezeigt werden, vermuten 27 Prozent der Befragten. Deutlich höher liegen die Werte in den jüngeren Zielgruppen, erwartungsgemäß am höchsten in der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen. Auch die Frage, welche Kanäle die Befragten für die Nutzung von VoD-Angeboten ansteuern, wird in der Untersuchung behandelt. Etwas mehr als ein Drittel (36 Prozent) sehen sich ihr ausgesuchtes Format beim Produzenten selbst an.

Der Anteil der VoD-nutzenden Männer ist fast doppelt so groß wie der von Frauen
Der Anteil der VoD-nutzenden Männer ist fast doppelt so groß wie der von Frauen (Bild: Forsa)


Auffallend dabei: Der Anteil der VoD-nutzenden Männer ist fast schon doppelt so groß wie der von Frauen. 18 Prozent der Umfrageteilnehmer erinnern sich, von VoD-Produzenten erstellte Inhalte bei öffentlich-rechtlichen Sendern gesehen zu haben. Im Vergleich dazu spielen die Speichermedien DVD und Blu-ray keine große Rolle mehr: Nur 12 Prozent legen sich die Inhalte als Diskette in das Abspielgerät. Zwar wirkt der Trend rund um die Video-on-Demand-Dienste bei den Nutzern insgesamt einigermaßen etabliert. Allerdings geben auch 40 Prozent der Befragten an, noch nie darauf zugegriffen zu haben – obwohl sie die Angebote kennen. Johanna Christner

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