Allianz mit Condé Nast Amazon wird zum Zeitschriftenhändler

Mittwoch, 21. August 2013
Mit "All Access" können Amazon-Kunden künftig Titel wie die "Vogue" kaufen
Mit "All Access" können Amazon-Kunden künftig Titel wie die "Vogue" kaufen


Der US-Verlag Condé Nast und Amazon haben eine umfangreiche Vertriebskooperation geschlossen. Zunächst werden Kunden des Online-Versandhauses die Print- und Digitalausgaben von sieben Condé-Nast-Titeln per 1-Click-Methode abonnieren können. Für Amazon bedeutet dies mehr Premium-Content, dem Verlag eröffnet sich dadurch das gut 200 Milllionen Einträge umfassende Kundenimperium von Amazon.
Das Abo-Paket mit dem Titel "All Access" ermöglicht vorerst den Zugang zu den Condé-Nast-Titeln "Vogue", "Glamour", "Bon Appétit", "Lucky", "Golf Digest", "Vanity Fair" und "Wired". Weitere Marken sollen im weiteren Verlauf des Jahres folgen. Die Kunden können mit ihrem Amazon-Account dadurch Print- oder Digital-Abos kaufen, verwalten oder erneuern. Der Service umfasst nicht nur sämtliche Online- und Mobile-Kanäle der beiden Partnerunternehmen wie etwa das Kindle Fire, die Abos sind auch über iPad und Android-Geräte abrufbar. Zum Start kostet das All-Acces-Paket maximal sechs Dollar für ein halbes Jahr.

Bislang beschränkte sich die Abo-Werbung von Condé Nast größtenteils auf Direktmarketing und Print-Anzeigen. Der Deal mit Amazon kann die potenzielle Leserschaft der Medienmarken des Verlags auf einen Schlag deutlich vergrößern. Nicht nur deshalb ist die Partnerschaft "ein riesiger Gewinn", wie Condé-Nast-Chef Bob Sauerberg schwärmt. "Unsere einflussreichen und loyalen Kunden wollen als erste Bescheid wissen, kaufen und teilen, deswegen wollten wir die ersten sein, die einen Service wie All Acces mit Amazon anbieten." "Die Kunden wollen Magazine heute vermehrt gedruckt und digital lesen, und All Acces ermöglicht es ihnen, Inhalte sowohl einfach zu abonnieren als auch zu lesen, egal auf welchem Gerät", ergänzt Russ Grandinetti, Vice President bei Kindle Content.

Wer sich gefragt hat, was Amazon-Gründer Jeff Bezos mit der "Washington Post" bezweckt, dem geht nun womöglich ein Licht auf. ire
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