Allianz gegen Amazon Criteo will Händlernetzwerk vermarkten

Freitag, 20. Oktober 2017
Digitalwerbung muss besser werden: Alexander Gösswein
Digitalwerbung muss besser werden: Alexander Gösswein
© Foto: Criteo
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Criteo Amazon Händlernetzwerk E-Commerce Netzwerk


Ausweitung der Kaufzone: Der Retargeting-Marktführer Criteo will Onlinehändler zum Netzwerk bündeln und werbevermarkten. Anlass ist die dominierende Stellung von Amazon beim E-Commerce.

"Amazon hat einen Vorsprung, wenn es darum geht, Daten zu organisieren", sagt Criteo-Zentraleuropachef Alexander Gösswein. Und bringt sich gegenüber allen anderen kleineren Onlinehändlern als Betreiber eines gemeinsamen Datenpools ins Geschäft. In der kommenden Woche starten die Tech-Produkte in Deutschland: Neben den nativen "Sponsored Products" in den Ergebnislisten der Produktsuchen der E-Commerce-Partner offeriert Criteo zunächst zehn Test-Werbekunden den systematischen Zugriff auf Profile mit Surf- und Shoppingdaten von Nutzern, um darunter über personalisierte Produktempfehlungen potenzielle Käufer zu finden.

Zum anderen will Criteo die CRM-Daten seiner Marketingkunden für die Aussteuerung von Displaykampagnen in seinem Inventarnetzwerk nutzbar machen, und das über alle Geräte und Kanäle hinweg. Und drittens lassen sich neben Displays nun auch Bewegtbildformate automatisch zusammenbasteln, um jetzt ebenso Web- und Mobile-Videoinventar bieten zu können. "Vereint in einer Allianz haben Online-Retailer jenseits von Amazon die Chance auf zusätzliche Umsätze durch Werbung", sagt Gösswein. Und für die Hersteller böten sich weitere Abverkaufswege.

Welche Bedenken gegenüber seinem "Commerce Marketing Ecosystem" Criteo zerstreuen will und warum man das Geschäftsmodell erweitert – das lesen Abonnenten in der HORIZONT-Ausgabe 42/2017 vom 19. Oktober. rp

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