Aktion zum G20-Gipfel Warum Gruner + Jahr seine Chefredakteure hinter Gitter bringt

Dienstag, 04. Juli 2017
Vier de Motive hängen am Hauptgebäude von G+J am Baumwall
Vier de Motive hängen am Hauptgebäude von G+J am Baumwall
Foto: Gruner+Jahr

Gruner + Jahr bringt seine Chefredakteure hinter Gitter - zumindest symbolisch. Mit einer Kampagne will das Hamburger Verlagshaus die Staats- und Regierungschef beim G20-Gipfel auf die Bedeutung der Meinungs- und Pressefreiheit erinnern. 
Herzstück der Kampagne sind fünf Motive, die Chefredakteure von Gruner + Jahr hinter Schlagworten wie "Kritik", "Fragen", "Fakten", "Worte" und "Meinung" zeigen. Die Worte bilden dabei Gitterstäbe, hinter denen die Journalisten scheinbar eingesperrt sind. Die Schlagworte werden zu Statements wie "Kritik darf nie der Grund für Einzelhaft sein" ergänzt. Auf den Motiven sind "Stern"-Chefredakteur Christian Krug, Stern.de-Chef Philipp Jessen, "Brigitte"-Chefredakteurin Brigitte Huber, "Geo"-Chefredakteur Christoph Kucklick und Florian Gess, Chefredakteur von "National Geographic und der P.M.-Gruppe zu sehen. Ein weiteres Motiv fordert in mehreren Sprachen "Pressefreiheit weltweit".
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Vier der Motive hängen seit dem heutigen Dienstag am Hauptgebäude von Gruner + Jahr am Baumwall - und damit direkt gegenüber der Elbphilharmonie, wo am Freitag die Staats- und Regierungschefs der G20 - darunter Donald Trump, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan - ein Konzert besuchen werden. "Wir möchten die Staats- und Regierungschefs der G20-Länder darauf aufmerksam machen, wie wichtig freie und unzensierte Berichterstattung ist", erklärt Gruner+Jahr-Chefin Julia Jäkel. "Presse- und Meinungsfreiheit sind die Grundlage für seriösen Journalismus und ein Eckpfeiler demokratischer Gesellschaften. In zu vielen Ländern - auch Teilnehmerländern am G20 - laufen kritische Journalisten Gefahr, in ihrer Arbeit behindert oder gar Opfer staatlicher Repression zu werden. Es bedarf eines kontinuierlichen Engagements aller, um Pressefreiheit dauerhaft zu gewährleisten." 

Kreation und Konzept der Kampagne stammen von der Gruner+Jahr-eigenen Agentur Territory Webguerillas. Die Fotos der Chefredakteure setzte Anatol Kotte in Szene. Die Motive stehen auf der Website Fightforourwrite.com in Deutsch, Englisch, Türkisch und Russisch zur Verbreitung in sozialen Netzwerken zur freien Verfügung. dh
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