Airport Media Award Misereor macht beste Flughafenwerbung des Jahres 2014

Montag, 23. März 2015
Gemeinsam mit Misereor freut sich die Agentur Kolle Rebbe über den Jahressieg
Gemeinsam mit Misereor freut sich die Agentur Kolle Rebbe über den Jahressieg
Foto: Screenshot Youtube / Kolle Rebbe
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Olaf Jürgens Airport Media Award


Technisch innovativ und mit Mehrwert: Auf diesem Weg überzeugte die Misereor-Kampagne "Mit 2 Euro helfen" nicht nur im Frühjahr am Hamburger Flughafen. Das Plakat, das Kreditkarten akzeptiert, schaffte es nun auch bei der Wahl zum Jahressieger 2014 des Airport Media Awards auf den ersten Platz.
Es war eine absolute Weltneuheit, die Misereor am Hamburger Airport präsentierte: Mithilfe eines Leseschlitzes, der vertikal in der Mitte eines interaktiven Displays am Plakat angebracht war, konnten Passagiere direkt am Plakat spenden - mit nur einer Handbewegung und damit so einfach wie noch nie. Gleichzeitig veranschaulichten kurze Clips, die auf dem Display abgespielt wurden, welchem Zweck das eigene Geld zugutekommt. Beispielsweise schnitt der Spender mit seiner Kreditkarte eine Scheibe von einem Brotlaib ab oder durchtrennte die Seile gefesselter Hände. "Der Flughafen ist das perfekte Umfeld, um technische Innovationen wie das Spendendisplay von Misereor im praktischen Einsatz zu testen", sagt Olaf Jürgens, Sprecher der Initiative Airport Media (IAM). Wartende Fluggäste würden außerdem über das nötige Zeitbudget verfügen, um sich mit neuen Werbeformen auseinanderzusetzen, zudem seien sie überdurchschnittlich stark an Innovationen interessiert. "Gekrönt wurde die Kampagne durch die treffsichere Verbindung zwischen Funktion und Aussage", so Jürgens weiter über den diesjährigen Gewinner des Airport-Oscars, den eine Jury aus Media-Experten, Vermarkterchefs und Kreativen aus den Monatsgewinnern 2014 ermittelt hat. Gemeinsam mit Misereor freut sich die Agentur Kolle Rebbe über den Jahressieg.

„Der Flughafen ist das perfekte Umfeld, um technische Innovationen im praktischen Einsatz zu testen“
Olaf Jürgens, IAM
Platz zwei im Juryvoting sicherte sich Sixt mit seiner "Schleichwerbung". Im starken Kontrast zu seinem eigentlich rasanten Fuhrpark schickte der Autovermieter im Oktober eine überdimensionale Schnecke als Werbebotschafter ins Rennen, die sich langsam und unübersehbar durch den Flughafen München schob. Die Idee der Aktion stammt von der Agentur Jung von Matt/Alster.
Der Autovermieter Sixt setzte Schleichwerbung wortwörtlich in die Tat um
Der Autovermieter Sixt setzte Schleichwerbung wortwörtlich in die Tat um (Bild: Sixt/Youtube)
Den dritten Platz 2014 belegt Sky Deutschland mit dem "Games of Thrones"-Drachen, der auf einem rund 1,72 Hektar großem Feld in der Einflugschneise des Münchner Flughafens eingefräst war. Verantwortlich für die Aktion, die entgegen dem Trend zur Digitalisierung für einen Hingucker sorgte, war die Event-Agentur Gral sowie Heinrich Bunzel von Botanikum.

Wie bei den Monatssiegern hat das Publikum auch beim AMA des Jahres Mitspracherecht. Mit insgesamt 853 Stimmen holte sich hier die Kampagne "Widen your World" von Turkish Airlines am Wiener Flughafentower den Jahressieg. Auf Platz zwei landete mit 463 Stimmen die Kartenhaus-Metropole von Platinion, die im Dezember am Düsseldorfer Flughafen zu sehen war. Voting-Bronze geht schließlich erneut an die "Schleichwerbung" von Sixt (103 Stimmen).

IAM-Sprecher Olaf Jürgens will das Konzept des Airport Media Awards grundlegend überarbeiten
IAM-Sprecher Olaf Jürgens will das Konzept des Airport Media Awards grundlegend überarbeiten (Bild: IAM)
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr mehr als 53 Airport-Kampagnen bei der IAM eingereicht. Dennoch hat sich das Gremium dazu entschlossen, den Award zunächst nicht fortzuführen, um das Konzept nach vier Jahren einer grundlegenden Überprüfungen zu unterziehen. "Es muss ein modernes, zeitgemäßes Konzept her", sagt IAM-Sprecher Jürgens. Notwendig seien andere Bewertungsmaßstäbe für digitale Technologien und digitalen Content sowie für integrierte und vernetzte Kampagnen. Wie diese am Airport langfristig durchstarten können, hätten die AMA-Gewinner der vergangenen Jahre bereits bewiesen. kl
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