Agof Tagesaktuelle Planungs- und Kampagnendaten in Sicht

Donnerstag, 15. September 2016
Kaspring warnt vor irreführenden Aussagen
Kaspring warnt vor irreführenden Aussagen

Lange hinkten ausgerechnet die digitalen Währungshüter der Digitalisierung hinterher, nun hüpft die AGOF mit den "Daily digital facts" mitten ins moderne Zeitalter. Im Frühjahr 2017 sollen die von der OWM massiv geforderten tagesaktuellen Planungsdaten endlich zur Verfügung stehen.

"Ein Quantensprung", betont BVDW-Vorstand Björn Kaspring beim Status-Update auf der dmexco.  "Die Umsetzung ist für die AGOF genauso wie für Kunden und Agenturen ein wichtiger Meilenstein in der Evolution des digitalen Währungssystems." Künftig sollen die Reichweiten des Vortags spätestens am nächsten Vormittag abrufbar sein. Eine wichtige Forderung der OWM ist damit erfüllt. Auch an einer zweiten arbeitet die Agof.

Mit den "Daily Campaign Facts" schafft die Agof eine Reichweitenkontrolle auf Kampagnenbasis. Das Tool, das sich derzeit in der Testphase befindet, schlüsselt Werbungtreibenden und Agenturen Brutto- und Nettoreichweite nicht auf den Werbeträger, sondern das spezifische Werbemittel bezogen auf. "Wir wollen damit einen neuen Standard für die Planungskontrolle schaffen", so Kaspring. "Damit ist eine fortwährende Kampagnenoptimierung möglich." Zum genauen Veröffentlichungszeitpunkt will er sich nicht äußern, ist aber optimistisch: "Wir haben uns das für das nächste Jahr vorgenommen." Das sei realistisch. Das System der Campaign Facts baut vollständig auf den Daily Digital Facts auf.

Noch nicht nachkommen kann das Gremium hingegen dem Wunsch der Werbungtreibenden, die durchschnittlichen Nutzungsdauer pro Kontakt auszuweisen." Innerhalb der AGOF wird seit einigen Jahren intensiv an diesem Wert gearbeitet. Bisher entspricht der Wert aber noch nicht der methodischen Güte, die wir als AGOF an einen neuartigen Wert stellen müssen", sagt Kaspring. Man arbeite weiter daran.

Das gilt auch für das leidige Thema Ad Blocker. "Wir können nichts dagegen tun", gibt Kaspring zu. Aber: Man wolle den Anteil der Ad Blocker transparent ausweisen. Werbungtreibende sollen künftig neben den Reichweiten eines Werbeangebots auch die Adblockerraten in der jeweiligen Zielgruppe ausgewiesen bekommen. "Wenn man eine Kampagne plant, muss man auch wissen, wie viele Nutzer die Werbung blocken und entsprechend nachjustieren", fordert Kaspring. Im ersten Quartal 2017 soll es zu dem Thema Neues geben, verspricht er.

Mit Hochdruck arbeitet das Gremium zudem an einem internationalem Einsatz seiner Währungsinstrumente. Die Österreicher habe man ohnehin schon überzeugt, nun soll die AGOF-Expertise zu den täglichen Planungs- und kampagnendaten weltweit angepriesen werden. Auf der Dmexco gebe es schon zahlreiche Gespräche dazu. vg

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