Adblocker-Studie Pop-ups und Pre-Rolls nerven die Nutzer am meisten

Donnerstag, 28. Januar 2016
Adblocker erfreuen sich immer größerer Beliebtheit
Adblocker erfreuen sich immer größerer Beliebtheit
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Adblocker Werbeblocker Christian Griesbach


Der Werbedienstleister Teads hat eine globale Studie über die Motive von Adblocker-Nutzern durchführen lassen. Auch in Deutschland wurden User dazu befragt, warum sie Werbeblocker einsetzen. Das Ergebnis: Es gibt zu viele nervige Formate - und zu wenig Wahlfreiheit.
In Deutschland, wo je nach Umfrage knapp ein Viertel bis zu 40 Prozent der Onliner einen Adblocker installiert hat, hat das Marktforschungsunternehmen Research Now im Auftrag von Teads 1000 Menschen befragt. Von denjenigen, die einen Adblocker installiert haben, nannten 72 Prozent als Grund, dass Werbung sie ablenke und störe. Jeweils 61 Prozent gaben an, dass es zu viel Werbung gebe bzw. Online-Anzeigen die Ladezeiten verschlechtern. 38 Prozent nannten Datenschutzbedenken.  Allerdings stört nicht jede Werbung in gleichem Maße. Laut der Studie lösen insbesondere Pop-Ups den Impuls aus, einen Werbeblocker zu installieren. 80 Prozent der Nutzer von Adblockern nannten diese Werbeform. Im Bereich der Videowerbung kommen vor allem Pre-Rolls, die sich nicht überspringen lassen, schlecht weg. Für jeden zweiten Adblocker-Nutzer - sowohl Mobile als auch Desktop - ist das die aufdringlichste Werbung überhaupt.
Die Gründe für die Installation eines Adblockers sind vielfältig
Die Gründe für die Installation eines Adblockers sind vielfältig (Bild: Teads)
Die Studie soll allerdings auch belegen, dass die Nutzer Werbung nicht per se ablehnen. 83 Prozent wären sogar bereit, ihren Adblocker zu deinstallieren, wenn sie selbst entscheiden könnten, wann und ob sie Online-Werbung anschauen wollen. Im Falle von Online-Videos heißt das konkret: Die Möglichkeit, eine Werbung zu schließen oder sofort bzw. nach 5 Sekunden zu überspringen, würde viele Nutzer dazu motivieren, ihren Adblocker über Bord zu werfen.
Katharina Borchert Medienkongress
Bild: HORIZONT

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"Die Verbraucher wünschen sich Werbung, die ihr Online-Erlebnis nicht stört", sagt Christian Griesbach, Managing Director DACH & Eastern Europe bei Teads. "Wenn wir das Adblocking-Problem lösen wollen, müssen wir diesen Wunsch endlich respektieren. Wir müssen dem User die Chance geben, sich aktiv dafür oder dagegen zu entscheiden, Werbung anzusehen." ire
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