Adblocker-Prozess Landgericht Köln räumt Klage kaum Erfolgschancen ein

Mittwoch, 12. August 2015
Steht vor einem weiteren Etappensieg: Adblock-Plus-Geschäftsführer Till Faida
Steht vor einem weiteren Etappensieg: Adblock-Plus-Geschäftsführer Till Faida
Foto: Eyeo
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Landgericht Köln Werbeblocker Adblock Plus


Den Gegnern des Werbeblockers Adblock Plus droht eine weitere Schlappe: Das Landgericht Köln deutete am Dienstag an, dass die Chancen auf ein Verbot nur gering seien. Zuvor hatten bereits die Gerichte in Hamburg und München die Klagen von mehreren Publishern gegen den Adblocker abgewiesen.
"Wir neigen dazu, die Klage insgesamt abzulehnen", zitiert Heise Online den Vorsitzenden Richter des Langericht Köln. Zugleich verwies der Richter auf die höheren Instanzen: Eines Tages werde der Bundesgerichtshof ein Grundsatzurteil sprechen. Bis dahin müssen Verlage und Vermarkter mit Werbeblockern wie Adblock Plus von Eyeo leben, die die Auslieferung von Werbeanzeigen unterbinden. Das Landgericht Köln sieht in dem Vertrieb des Werbeblockes zumindest keinen unzulässigen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht.

Kritischer bewertet das Gericht dagegen einen möglichen Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Hier hatte das Gericht bereits zuvor einen möglichen Verstoß angedeutet. Insgesamt räume man der Klage nach der Überprüfung der Urteile aus Hamburg und München aber nur geringe Chnacen ein.

In Köln hat Axel Springer gegen Eyeo geklagt. Der Medienkonzern will bei einer Abweisung der Klage in die nächste Instanz gehen. Springer und andere Verlage und Vermarkter werfen Eyeo vor, mit der Unterbindung von Werbung das Prinzip des freien Internets zu zerstören. dh
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