Ad Alliance Gruner + Jahr EMS und IP tauschen Vermarktungsrechte

Dienstag, 19. September 2017
Paul Mudter (IP) und Frank Vogel (G+J) intensivieren die Zusammenarbeit bei der Ad Alliance
Paul Mudter (IP) und Frank Vogel (G+J) intensivieren die Zusammenarbeit bei der Ad Alliance
© IP / G+J

HORIZONT-Leser haben es durch ein Interview mit Gruner + Jahr-Vorstand Stephan Schäfer, IP -Deutschland-Chef Matthias Dang und Spiegel-Geschäftsführer Thomas Hass bereits vor zwei Wochen erfahren (siehe HORIZONT 36/2017), nun wird es auch offiziell verkündet: Die Ad Alliance, der Vermarktungsverbund von Gruner + Jahr und der Mediengruppe RTL Deutschland, will sich im digitalen Bereich schlagkräftiger aufstellen. Dafür werden Anfang 2018 so genannte Kompetenzcenter gebildet, in denen bestimmte Vermarktungsrechte gebündelt werden.
Beteiligt sind zunächst die Vermarkter Gruner + Jahr EMS, IP Deutschland und Smartclip. Das Konzept der Kompetenzcenter sieht vor, dass die beteiligten Vermarkter bestimmte Vermarktungsrechte auf den jeweiligen Partner übertragen. Konkret bedeutet das: Gruner + Jahr EMS übernimmt die In-Page-Vermarktung für alle Formate und Abwicklungsformen von Display und Native, das entsprechende Inventar von IP geht an G+J EMS über. Im Gegenzug bekommt IP das In-Stream-Inventar von G+J EMS. Auch Smartclip ist an der In-Stream-Vermarktung beteiligt: Die Bewegtbild-Spezialisten übernehmen zusätzlich zur eigenen In-Stream-Vermarktung die komplette Out-Stream-Vermarktung sowie die spotunabhängige Produktvermarktung bei Adressable TV. IP Deutschland vermarktet weiter die TV-spotbasierten Produkte.
Anke Schäferkordt (l.) und Julia Jäkel
Bild: Mediengruppe RTL

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Von dieser Verteilung erhoffen sich die Verantwortlichen eine insgesamt nutzbringendere und effizientere Vermarktung ihres digitalen Inventars: "Durch die Konzentration auf die Kernkompetenzen wird noch mehr operative Kraft auf die jeweiligen Segmente gelegt und auf die Weiterentwicklung von Produkten und Technologien", sagt Paul Mudter, Geschäftsleiter IP Deutschland. "Davon werden alle Beteiligten profitieren – im Hinblick auf Innovationen, Qualität, Reichweite und Wirkung." Frank Vogel, Sprecher der Geschäftsleitung G+J EMS, ergänzt: "Jedes Kompetenzcenter beherrscht jeweils die komplette Vermarktungsklaviatur und kann mit innovativen und skalierbaren Produkten umfassend auf die Bedürfnisse der Marktpartner eingehen."

Und der Spiegel? Die Verlagsgruppe, die seit wenigen Wochen ebenfalls zur Ad Alliance gehört, ist noch außen vor - und will das auch bleiben: Vor zwei Wochen sagte Spiegel-Geschäftsführer Thomas Hass im oben erwähnten HORIZONT-Interview: "Wir vermarkten unsere Inventare weiterhin selbst. So, wie G+J EMS und IP dies in ihrem ersten Jahr 2017 gehandhabt haben, kommen wir 2018 als eigenständiger Partner hinzu." ire
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