"Abendzeitung" Ippen und Ex-AZ-Manager Buser bieten für die Zeitung

Montag, 28. April 2014
Die "Abendzeitung" informiert derzeit mit einer Kampagne über den erhöhten Kaufpreis
Die "Abendzeitung" informiert derzeit mit einer Kampagne über den erhöhten Kaufpreis


Bei den beiden Bietern für die insolvente Münchner "Abendzeitung" handelt es sich offenbar um die Zeitungsgruppe Ippen und den ehemaligen Geschäftsführer der Zeitung, Ulrich Buser. Das berichtet das "Handelsblatt". Wer der dritte Interessent ist, mit dem Insolvenzverwalter Axel Bierbach verhandelt, ist nicht bekannt. Die Zeitungsgruppe von Verleger Dirk Ippen gibt in München bereits die beiden AZ-Mitbewerber "tz" und den "Münchner Merkur" heraus. Ippen dürfte daher wohl in erster Linie am Abonnentenstamm der "Abendzeitung" interessiert sein. Laut den jüngsten Zahlen der IVW für das 1. Quartal hat das Boulevardblatt noch rund 35.000 Abonnenten, insgesamt liegt die verkaufte Auflage der "AZ" bei 114.303 Exemplaren.

Bei dem zweiten Interessenten handelt es sich laut "Handelsblatt" um Ulrich Buser. Der ehemalige Assistent von Verleger Hubert Burda war von 2007 bis 2010 selbst Geschäftsführer der "Abendzeitung". Ob er die Übernahme und Sanierung der seit Jahren defizitären Zeitung selbst stemmen könnte oder ob hinter ihm weitere Geschäftspartner stehen, sei unklar, so das "Handelsblatt". Buser selbst sei nicht zu erreichen und bezweifle in einer Mail, "der richtige Ansprechpartner zu sein".

Insolvenzverwalter Axel Bierbach hatte die Mitarbeiter der "Abendzeitung" am Donnerstag bei einer Betriebsversammlung über den aktuellen Stand der Dinge informiert und dabei von zwei indikativen, also noch unverbindlichen Angeboten gesprochen. Die Gespräche mit einem dritten Interessenten waren wegen der Osterfeiertage ergebnislos vertagt worden. Bis Anfang Mai müssen die Interessenten nun verbindliche Angebote vorlegen. dh
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