AWA 2016 Kostenlose Printsegmente legen zu

Donnerstag, 07. Juli 2016
 Kaufzeitschriften stehen weiter unter Druck, Gratistitel geinnen laut AWA Leser hinzu
Kaufzeitschriften stehen weiter unter Druck, Gratistitel geinnen laut AWA Leser hinzu
Foto: Colourbox

Freud und Leid liegen im Printlager weiterhin nah beieinander. In der aktuellen Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) stehen Gewinner und Verlierer Seite an Seite. Insgesamt geht die Reichweite aller erfassten Printmedien mit minus 2,6 Prozent nur leicht zurück, doch zwischen den Segmenten sind die Unterschiede mitunter enorm.

Zu den Gewinnern gehören viele für die Leser kostenlose Gruppen wie die Magazinsupplements und  Apotheken-Kundenzeitschriften. Zu den Verlierern große Segmente wie die wöchentlichen Frauenzeitschriften, Programmies und die auch bei der Auflagenmessung der IVW regelmäßig gebeutelten Computer- und IT-Zeitschriften.

AWA: Die 10 Reichweitengewinner bei Zeitschriften und Zeitungen

TitelMio. Leser/AusgabeVeränderung
Einkauf aktuell16,11 0,68
Landlust4,78 0,32
Mit Liebe Das Genussmagazin2,79 0,29
Der Spiegel5,88 0,28
Chrismon1,33 0,22
Mein schönes Land1,29 0,22
Landidee1,22 0,22
Zeit Magazin1,52 0,17
Diabetes Ratgeber2,96 0,15
Wohnglück1,95 0,15
Quelle: (AWA)

Der höchste Neueinsteiger in der AWA ist "Garten Flora" aus dem Deutschen Bauernverlag mit 940.000 Lesern pro Ausgabe. Den insgesamt höchsten Reichweitenzuwachs können die kostenlose "Einkauf aktuell", "Landlust" aus dem Landwirtschaftsverlag in Münster und Edekas Kundenmagazin "Mit Liebe – Das Genussmagazin" verbuchen. Das höchste Minus entfällt auf Hubert Burdas "TV Spielfilm plus" und Axel Springers "Bild am Sonntag" sowie "Bild"/"B.Z.".

Bei den Nachrichtenmagazinen sieht es nach einem jahrelangen Bergab zumindest für "Spiegel" und "Focus" wieder besser aus. Sie kommen auf 5,53 beziehungsweise 3,43 Leser pro Ausgabe (LpA) und können damit leicht zulegen. Gruner + Jahrs "Stern" verliert jedoch weiter und kommt auf 6,73 LpA. 

Auch bei den Tageszeitungen gibt es deutliche Unterschiede. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" kommt auf 1 Million Leser pro Ausgabe und hat damit einen Verlust von 0,06 Millionen in der deutschsprachigen Bevölkerung, die die Basis für die AWA bildet. Das "Handelsblatt" landet bei 0,42 Millionen LpA, die "Süddeutsche Zeitung" bei 1,32 Millionen LpA und die "Welt" bei 0,76 Millionen LpA.Die Kaufzeitungen "Bild" und "B.Z." kommen im Verbund auf 8,46 Millionen Leser und verbuchen daher nur ein leichtes Minus zumVorjahr. pap

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