ARD Das Erste versucht sich mit britischer Sitcom

Mittwoch, 13. November 2013
Das Erste setzt am Freitag künftig auf Comedy
Das Erste setzt am Freitag künftig auf Comedy


Nach Jahren, in denen Das Erste ausschließlich deutsche Produktionen im Vorabend gezeigt hat, versucht es der ARD-Gemeinschaftssender nun mal wieder mit einem Format aus dem Ausland. Die britische Sitcom "Cuckoo" soll freitags Zuschauer bringen. Und das ist nur der Auftakt.
"Produktionen dieser Art werden mehr im Ersten kommen. Das ist erst der Anfang", kündigt Elke Schneiderbanger an, Geschäftsführerin des Vermarkters ARD-Werbung Sales & Services (AS&S). "Cuckoo" - zu deutsch Kuckuck - ist der Alptraum einer jeden Familie. Nach einem Jahr Auszeit kehrt die Tochter Rachel mit ihrem Hippie-Ehemann Cuckoo zu ihren Eltern Ken und Lorna Thompson nach Großbritannien zurück. Ken und Lorna müssen Cuckoo notgedrungen aufnehmen und tatenlos zusehen, wie er ihr ganzes Familienleben durcheinander wirbelt.

"Cuckoo" soll 2014 laufen und zwar am Freitag, der im ARD-Vorabendprogramm auch die Aufgabe des Versuchsplatzes für neue Programmfarben einnimmt. Aktuell laufen dort Wiederholungen der Anwaltserie "Der Dicke". "Wir probieren jetzt alles mögliche und versuchen mal was anderes", sagt Schneiderbanger.

Seit nunmehr zwei Jahren bemüht sich Das Erste den Sendeplatz um 18.50 Uhr montags bis donnerstags mit humorvollen Krimiserien nach oben zu entwickeln. Die Quoten der "Heiter bis tödlich"-Reihe entwickeln sich jedoch nur zögerlich. Während Formate wie "Hubert und Staller" es nun schon in den Hauptabend schaffen, sind andere Serien wie "Henker & Richter" nach einer Staffel wieder verschwunden. Die ARD will jedoch an der Formatierung festhalten.

In den Jahren vor "Heiter bis tödlich" war der Sendeplatz durch ständige Wechsel völlig heruntergewirtschaftet worden. Der größte Flop war "Gottschalk live", eine tägliche Talkshow mit Moderator Thomas Gottschalk. pap
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