AIM Großverlage bündeln Markt-Media- und Werbewirkungsforschung

Dienstag, 01. Juli 2014
BCN-Mann Andreas Schilling will eine effizientere Werbewirkungsforschung
BCN-Mann Andreas Schilling will eine effizientere Werbewirkungsforschung


Mit Umstrukturierungen kennt man sich beim Ad Impact Monitor (AIM) aus, jetzt soll das verlagsgetriebene Großprojekt endgültig schlanker und effizienter organisiert werden. In die Bresche dafür springt die Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK): Ab 2015 will die von Axel Springer, Bauer, Burda und Gruner + Jahr gegründete Gesellschaft zusätzlich zu ihrer Markt-Media-Forschung ("Best for planning") auch Werbewirkung untersuchen und diese multimedial weiterenwickeln.
Die GIK will dabei auf die etablierten Forschungsansätze, Studien und Tools von AIM wie das Marken- und Kreativtracking und den Shift Planner aufbauen und im engen Dialog mit den AIM-Mitgliedsverlagen, Werbungtreibenden, Agenturen und Mitbewerbern eine "ganzheitliche Forschungskompetenz" anbieten, heißt es in einer Pressemitteilung nach einer AIM-Mitgliederversammlung. Daten sollen ab kommenden Jahr im Rahmen eines Lizenzmodells auch in der GIK zur Verfügung stehen.

Die Notwendigkeit, die bestehende Werbewirkungsforschung - und damit den Ad Impact Monitor - zu optimieren, betonen die GIK-Geschäftsführer übereinstimmend. AIM habe in den vergangenen Jahren die Grundlagen gelegt, nun sei es an der Zeit, das Thema schlanker und effizienter zu organisieren, sagt etwa Andreas Schilling, Chef des Burda Community Network (BCN). Den beiden AIM-Geschäftsführern, Helge Volkenand und Bernhard Willer, dankte er für ihr Engagement. Die AIM-Geschäftsstelle wird demzufolge offenbar geschlossen, der Vertrag des früheren Burda-Forschers Volkenand läuft sowieso Ende des Jahres aus. Willer, erst seit September 2013 an Bord, dürfte ebenfalls kaum verlängert werden.

Dies würde wiederum der schlanken Organisationsstruktur der GIK entsprechen, bei der es weder eine eigene Geschäftsstelle noch hauptberufliche Geschäftsführer gibt. Laut G+J-Mann Frank Vogel ist die GIK damit "bestens aufgestellt, um das Thema Werbewirkungsforschung im Sinne aller Marktpartner voranzubringen - und zwar in der geforderten Schnelligkeit und Crossmedialität". Der Verein, der hinter AIM steht, löst sich dem Vernehmen nach in einer zweiten Mitgliederversammlung, möglicherweise noch im Sommer, auf und übergibt an die GIK. Bis Ende dieses Jahres wäre für Werbewirkungsforschung weiterhin AIM zuständig, ab 2015 dann die vier Großverlage allein. Auf diese Weise wären auch die seit 2009 in AIM gepumpten, hoch siebenstelligen Investitionen nicht verloren. Zudem würden Springer, Burda, Gruner + Jahr und nun auch Bauer Einigkeit zeigen und gerade auch im Vergleich mit der erfolgreichen Fernseh-Gattungsinitiative Wirkstoff TV nicht ganz so unfähig dastehen. kl/rp
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