AGF-Vertreter Guido Modenbach "Das ist kein politisches Versteckspiel"

Freitag, 03. Juli 2015
Guido Modenbach
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Zu langsam, zu kompliziert, zu politisch – so lautet oft das Urteil über die Joint Industry Committees, in denen Medien, Agenturen und Kunden gemeinsam Währungen entwickeln. AGF-Vertreter und Seven-One-Media Geschäftsführer Guido Modenbach wirbt für Geduld. Er glaubt, dass die Rolle der Joint Industry Committees in Zukunft wichtiger wird, weil sie Transparenz und Zuverlässigkeit bieten.

Guido Modenbach über...

...die Notwendigkeit von Joint Industry Committees: "Viele Prozesse dauern länger, weil es heftige Diskussionen um konkrete Methodenfragen gibt. Wir suchen dabei immer nach einvernehmlichen Entscheidungen. Das heißt, wir ringen um Lösungen und wir haben nur eine Chance, diese zu erlangen: Durch sachlich begründete Argumentationen. Darin spiegelt sich unser hoher Anspruch an Qualität und Transparenz wider und nicht etwa, dass wir ein politisch komplizierter Laden wären." ...Verzögerungen bei der Entwicklung von Methodiken: "Die Zeit, die ins Land geht, brauchen wir, um die Belastbarkeit der Daten zu sichern. Und belastbare, zuverlässige Daten sind zwingend notwendig, denn auf dieser Basis fällen die Kunden Millionenentscheidungen. Die Werbewirtschaft ist in allen Gremien präsent. Das ist kein politisches Versteckspiel, wie man es manchmal in der Fachpresse liest. Dass etwa in informellen Runden Entscheidungen vorbereitet würden, die dann nur noch abgenickt werden. In der AGF wird in den Gremiensitzungen operativ gehandelt, diskutiert und entschieden und nicht bei Treffen in irgendwelchen Hinterzimmern gekungelt."
„In der AGF wird in den Gremiensitzungen operativ gehandelt, diskutiert und entschieden und nicht bei Treffen in irgendwelchen Hinterzimmern gekungelt.“
Guido Modenbach


... die Position der AGF in der Frage nach der richtigen Währung: "In der Tat gibt es im Bereich Audience Measurement mehr Wettbewerb denn je und er wird weiter zunehmen. Das zwingt uns allesamt zügig, aber mit dem notwendigen Aufwand und zielorientiert zu Lösungen zu kommen, sonst werden wir von Dritten überholt, die mit dünnen Datenbasen und großen Versprechungen den Markt bedienen. Es ist weder im Interesse der Vermarkter noch der Werbewirtschaft, wenn mangelhafte Daten für wichtige Investitions-Entscheidungen herangezogen werden. Wir können uns nur durchsetzen, wenn unsere Daten die besten sind und die richtigen Antworten auf die Fragestellungen der Zeit liefern." pap

HORIZONT Bewegtbildgipfel:

Die Anforderungen an die Quotenmessung der AGF werden auch ein Thema auf dem 2. HORIZONT Bewegtbildgipfel am 17. und 18. November 2015 sein. Im Sofitel Bayerpost in München werden unter anderem Martin Michel, Geschäftsführer von Sky Media Network, und Uwe Storch, Head of Media bei Ferrero, darüber diskutieren, wie die Messung ausgeweitet werden muss. Mehr unter www.dfvcg.de/bewegtbild15
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