ADAC Ex-Kommunikationschef Ramstetter klagt gegen Kündigung

Dienstag, 01. April 2014
Michael Ramstetter zieht vor Gericht
Michael Ramstetter zieht vor Gericht

Der ehemalige Chefredakteur der ADAC-Mitgliederzeitschrift "ADAC Motorwelt", Michael Ramstetter, wehrt sich vor Gericht gegen seine Kündigung. Der Kommunikationschef des Automobilclubs hatte jahrelang die Ergebnisse der Leserwahl zum "Gelben Engel" manipuliert und den ADAC damit in die tiefste Krise seiner Geschichte gestürzt. Das Arbeitsgericht München hat für den 22. Mai einen Gütetermin angesetzt. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Zuvor waren auf Antrag des ADAC zwei Gütertermine verschoben worden. Der Verein hatte seinerseits im Februar rechtliche Schritte gegen Ramstetter angekündigt. Ramstetter dürfte in erster Linie an einer Abfindung interessiert sein. Laut "Bild" hatte der Kommunikationschef 250.000 Euro im Jahr verdient. "Der Rechtsstreit könnte uns bis zu 750.000 Euro kosten", zitiert die Zeitung einen ADAC-Insider.

Ramstetter hatte jahrelang die Abstimmungsergebnisse der Leserwahl zu den beliebtesten Autos der Deutschen manipuliert und den ADAC damit in eine tiefe Vertrauenskrise gestürzt. Im Januar zog er die Konsequenzen aus dem Skandal und legte alle Ämter nieder. Auch Club-Präsident Peter Meyer und die Geschäftsführung des Vereins mussten wegen des Skandals ihre Stühle räumen. dh
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