9,28 Millionen Zuschauer Neues "Tagesschau"-Studio lockt die Massen

Dienstag, 22. April 2014
Jan Hofer im neuen "Tagesschau"-Studio (Bild: NDR/Thorsten Jander)
Jan Hofer im neuen "Tagesschau"-Studio (Bild: NDR/Thorsten Jander)
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Am Ostersamstag sendete die ARD ihre "Tagesschau" erstmals aus dem brandneuen, 23,8 Millionen Euro teuren Studio - und lockte damit ein selbst für ihre Verhältnisse großes Publikum vor die Bildschirme: Insgesamt schalteten 9,28 Millionen Zuschauer bei der Studio-Premiere ein und sorgten so für einen Marktanteil von 38,9 Prozent. Bei der ARD zeigt man sich zufrieden mit der Premiere. Irgendwie neu, ohne das Gewohnte in den Hintergrund zu rücken: So könnte man den Look der "neuen Tagesschau" wohl am besten beschreiben. Als am 19. April um 20 Uhr erstmals der neue Gong mit der modernisierten Titelmelodie erklang und Jan Hofer die Zuschauer begrüßte, während die Kamera mit einem Schwenk einen Eindruck der neuen Umgebung lieferte, spürte man zwar den frischen Wind - dass die Welt dennoch die gleiche war wie zuvor, merkte man dann allerdings spätestens bei den Schlagzeilen. Die Ukraine-Krise und das Fährunglück vor der südkoreanischen Küste sind dann doch größer als ein neues "Tagesschau"-Studio.

Bei der ARD ist man zufrieden: "Das war eine gelungene Premiere. Die 'Tagesschau' hat ihren hohen Nachrichtenwert behalten und zugleich optisch an Brillanz gewonnen", sagt der ARD-Vorsitzende und NDR Intendant Lutz Marmor. Zudem seien die ersten Zuschauerreaktionen "sehr ermutigend". Auch Kai Gniffke, Erster Chefredakteur ARD-aktuell, spricht von einem "erfolgreichen Start". "In den kommenden Tagen und Wochen werden wir weiter an den Details arbeiten und dabei auch die Anregungen und Einwände berücksichtigen, die unsere Zuschauer uns zukommen lassen."



Einwände gab es in der Tat: So wurde ein Bild vom südkoreanischen Strand digital verbreitert, um dem neuen Format der 17,5 Meter messenden Medienwand gerecht zu werden. Auf Twitter sprach ein User anschließend gar von Manipulation. Gniffke widerspricht: "Das Foto vom Strand wurde inhaltlich nicht verfälscht", sagte er zur "FAZ". "Dennoch haben wir beschlossen, solche Veränderungen künftig nicht mehr zuzulassen, damit kein Zweifel an der Glaubwürdigkeit der 'Tagesschau' aufkommt."

Weiteren Fragen zum neuen Studio begegnet die "Tagesschau" auf ihrer Website. Dort wurde eine umfangreiche FAQ-Sektion eingerichtet, um etwa die wichtigsten Veränderungen oder die Investitionssumme von 23,8 Millionen Euro näher zu erläutern. ire
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