9. Outfit-Studie des Spiegel-Verlag Marke? Nicht so wichtig!

Freitag, 30. Oktober 2015
Laut der jüngsten Outfit-Studie wird Zara immer bekannter
Laut der jüngsten Outfit-Studie wird Zara immer bekannter
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Fashionlabel Spiegel Verlag Modemarkt


Frauen inszenieren sich mit wechselnden Fashionlabels, Männer dagegen mögen es beständig, praktisch und unauffällig. Das ist das Ergebnis der insgesamt 9. "Outfit"-Studie des Spiegel-Verlag, die erneut die aktuellen Trends im Modemarkt eingefangen hat. Fünf Grafiken sagen in diesem Fall mehr als tausend Worte.
Die meisten Deutschen informieren sich vor ihren Kleidungskäufen im Internet
Die meisten Deutschen informieren sich vor ihren Kleidungskäufen im Internet (Bild: HORIZONT/Spiegel QC)
Die Tendenz ist eindeutig: Das Internet wird als Informationsquelle in Sachen Mode immer wichtiger. Dies geht vor allem zulasten der Präsentationsformen und der Beratung im stationären Handel. Doch auch Zeitschriften werden – auf hohem Niveau – seltener zur Information vor dem Kleidungskauf genutzt als noch vor zwei Jahren. Allerdings umfasst diese Fragestellung nicht unbedingt jede unbewusste und langfristige Imagewirkung von Printwerbung auch in Zeiten, in denen kein Kauf samt Informationssuche stattfindet. Generell sind 78 Prozent der Deutschen (sehr) an Kleidung interessiert, fast so viele wie vor zwei Jahren (79 Prozent). Bei Schuhen sind es 71 Prozent (72), bei Accessoires 48 Prozent (50) und bei Uhren 45 Prozent (48). Aufgeholt haben die Männer: Der Anteil derer, denen Kleidung (sehr) wichtig ist, ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen und liegt mittlerweile bei 82 Prozent. Trotzdem führen hier weiterhin die Frauen mit 93 Prozent; dieser Wert ist seit langem fast stabil.
Publikumszeitschriften sind für Fashionlabels immer noch die größte Werbebühne
Publikumszeitschriften sind für Fashionlabels immer noch die größte Werbebühne (Bild: HORIZONT/Spiegel QC)
Brutto knapp 490 Millionen Euro investierten Bekleidungshersteller und -handel im vergangenen Jahr in Werbung, etwa 3,3 Prozent mehr als 2013. Und auch in diesem Jahr führen Handelshäuser das Ranking an: In den ersten neun Monaten 2015 war H&M der größte Spender – mit brutto 25,3 Millionen Euro. Gleich dahinter stehen Kik (23,6 Millionen Euro), C&A (18,7 Millionen Euro), Peek & Cloppenburg (13,9), Esprit (12,7), Adler (11,8), Takko (9,8), Mango (8,5), Levi’s und Marc Cain (jeweils 5,6). Gut ein Drittel des Werbedrucks wird über Zeitschriften erzeugt, gefolgt von TV und Außenwerbung. Der geringe Online-Anteil erklärt sich mit Lücken der Nielsen-Statistik, die Suchmaschinenwerbung und Social Media außer Acht lässt.
Desigual top, Zara legt zu
Desigual top, Zara legt zu (Bild: HORIZONT/Spiegel QC)
Die größten Sprünge nach vorn in Sachen Bekanntheit schaffen jene Marken, deren Awareness sich bisher auf einem eher niedrigen Stand bewegt. Die Spitzenplätze im Ranking besetzen fast unverändert C&A und Adidas (jeweils 99 Prozent), Nike, S. Oliver, H&M, Jack Wolfskin, Puma und Esprit (jeweils 98 Prozent).
Die Kaufbereitschaft bei Schöffel wächst
Die Kaufbereitschaft bei Schöffel wächst (Bild: HORIZONT/Spiegel QC)
Auch bei der Kaufbereitschaft sieht das Ranking nach Zugewinnen anders aus als jenes nach Status quo. Hier führen die Sportmarken Adidas (90 Prozent), Nike und Puma (je 86 Prozent) vor C&A (85 Prozent), S. Oliver (83 Prozent), Levi’s (82 Prozent), H&M und Esprit (je 81 Prozent) und Jack Wolfskin (78 Prozent).
Besonders gut verlief das Jahr für Desigual
Besonders gut verlief das Jahr für Desigual (Bild: HORIZONT/Spiegel QC)
Am größten ist der Status-quo-Unterschied zwischen Zugewinnlern und den führenden Labels beim Markenbesitz. Hier steht mit 80 Prozent Adidas oben, gefolgt von C&A (79 Prozent), S. Oliver (71 Prozent), H&M (70 Prozent), Nike (69 Prozent), Esprit und Puma (je 67 Prozent), Levi’s (54 Prozent) und Jack Wolfskin (47 Prozent). rp
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