20 Milliarden Euro schwer Kai Diekmann und Lenny Fischer gründen Zukunftsfonds

Donnerstag, 16. November 2017
Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann
Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann
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Kai Diekmann bleibt auch nach seinem Abschied von Axel Springer äußerst umtriebig. Der langjährige "Bild"-Chefredakteur, der bereits als Berater bei Uber eingestiegen ist und gemeinsam mit Ex-Stern-Chefredakteur Philipp Jessen angeblich eine Agentur für Social-Media-PR und -Marketing gründen will, steigt jetzt auch ins Finanz-Business ein.

Genauer gesagt geht Diekmann unter die Vermögensverwalter. Als Antwort auf die Niedrigzinsphase gründet der Ex-"Bild"-Chef gemeinsam mit dem ehemaligen Dresdner-Bank-Vorstand Leonhard ("Lenny") Fischer einen digitalen Fonds. "Wir werden klassische Sparbuchsparer ansprechen. Also Leute, die nur begrenzt Risiko eingehen möchten, aber nicht mehr mit null Prozent Zinsen abgespeist werden wollen", sagten Diekmann und Fischer dem "Manager Magazin".

Für ihren "Zukunftsfonds", der im zweiten Quartal 2018 an den Start gehen soll, wollen die beiden in den kommenden Jahren 20 Milliarden Euro Anlegergelder einsammeln. Der Mischfonds soll ausschließlich über digitale Kanäle vertrieben werden und deutlich günstiger sein als vergleichbare Konkurrenzprodukte. 

Der Fonds soll von einer "journalistisch unabhängigen Finanzwebsite" unterstützt werden, schreibt das "Manager Magazin". Diese wiederum soll von "Diekmanns Webcontent-Agentur Storymachine betrieben werden", heißt es weiter. Bei der Agentur dürfte es sich um die Firma handeln, die Diekmann gemeinsam mit Jessen gegründet haben soll. Bekannt werden soll der Fonds mithilfe von Medienpartnerschaften. Fischer und Diekmann sollen bereits mit mehreren Medienhäusern über Kooperationsverträge verhandeln. Ob Diekmanns langjähriger Arbeitgeber Axel Springer dazu gehört, ist unklar. 

Die Verwaltung des Fonds übernimmt die neu gegründete Deutsche Fondsgesellschaft Invest. Für Anlagestrategie und Investmentpolitik des Fonds zeichnet Fischer verantwortlich, Diekmann kümmert sich um die Vermarktung.

"Wir werden eine Informations- und Kommunikationsplattform auf die Beine stellen, die Geldthemen ganz anders aufbereitet, den Menschen die Welt des Geldes erklärt, ihnen die Schwellenangst vor der Börse nimmt, den Sparprozess in Deutschland weiterentwickelt", kündigte Diekmann an. mas/dpa

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