110 Millionen Dollar für Vurb Was hinter der neusten Snapchat-Übernahme steckt

Mittwoch, 17. August 2016
Snapchat soll angeblich 110 Millionen US-Dollar für Vurb bezahlen
Snapchat soll angeblich 110 Millionen US-Dollar für Vurb bezahlen
© Vurb
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Snapchat soll sich kurz vor der Übernahme von Vurb befinden. Das geht aus übereinstimmenden Berichten von the Information und Techcrunch hervor. Der Kaufpreis soll bei 110 Millionen US-Dollar liegen. Davon sollen 75 Prozent in Form von Aktien und 25 Prozent in bar bezahlt werden. Darüber hinaus soll Vurb-Gründer Bobby Lo über die nächsten Jahre eine Bindungsprämie von etwa 75 Millionen US-Dollar ausgezahlt werden, damit er nach der Übernahme bei Snapchat bleibt.
Auch andere Vurb-Mitarbeiter sollen zusätzliche Prämien erhalten, wenn sie zukünftig bei Snapchat arbeiten. Sollten diese Informationen stimmen, dann scheint Snapchat einiges am Talentpool des Startups zu liegen. Vurb betreibt eine gleichnamige App, die Nutzern anhand personalisierter und von Experten kuratierter Suchergebnisse beim Auffinden relevanter Informationen und Inhalte helfen soll. Als Snapchat 2015 die ukrainische Firma Looksery übernahm, wurde deren Produkt in Form der sogenannten "Objektive" direkt in den Messenger integriert. Ähnlich ging das Unternehmen nach der Übernahme der Bitmoji-App für 100 Millionen US-Dollar vor, deren Funktionen ebenfalls in die Snapchat-Kamera integriert wurden. Es bleibt daher recht wahrscheinlich, dass sich auch die Vurb-Suche bald in angepasster Form in Snapchat wiederfinden könnte.

Möglich wäre die Integration der Vurb-Suche in die 2015 vorgestellte Discover-Funktion von Snapchat. So könnten Nutzer noch zielgerichteter nach interessanten Informationen fahnden. Grundsätzlich könnte die Vurb-Technologie aber auch beim Aufstöbern interessanter Snapchatter helfen. Davon könnten vor allem Neulinge profitieren. Möglich ist auch der Ausbau von Snapchat hin zu einer Plattform, wie es Facebook derzeit mit dem Messenger macht. Das Vurb allerdings als eigenständige App weiterentwickelt wird, erscheint derzeit unwahrscheinlich.


Dieser Artikel erschien zuerst bei t3n
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