11 Freunde Chefredakteur "Am Anfang steht der inhaltliche Gedanke, nicht der kommerzielle"

Montag, 18. September 2017
Philipp Köster im Gespräch mit Peter Turi
Philipp Köster im Gespräch mit Peter Turi
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Philipp Köster Facebook Fußballkultur


Philipp Köster freut sich immer noch jedes Mal, wenn am Ende des Monats die neue gedruckte "11 Freunde" erscheint. Ansonsten zeichne sich das "Magazin für Fußballkultur" durch seinen Medienmix aus, so der Chefredakteur im Video-Interview mit Turi2 und HORIZONT Online. Dazu gehören nicht nur Heft und Website, sondern auch Facebook und Poscasts.
"Es passt eben nur, wenn alles bedient wird", sagt Köster. Der "11 Freunde"-Chefredakteur ist zudem überzeugt, dass sowohl Print als auch Online gleichermaßen zum wirtschaftlichen Erfolg eines Verlags beitragen können: Zwar sei das Heft aus ökonomischer Sicht zwar nach wie vor "wahnsinnig wichtig", aber das werde sich wandeln, so Köster. Jedenfalls müsse er schon heute nicht die Printerlöse anfassen, um die Online-Projekte zu finanzieren: "Das trägt sich selbst".
Über Geld macht sich Köster aber gar nicht so viel Gedanken, denn grundsätzlich gehe es im Inhalte: "Ganz wichtig für '11 Freunde' ist, dass am Anfang immer der inhaltliche und nicht der kommerzielle Gedanke steht." Die Facebook-Seite des Magazins sei etwa ein ganz typisches Beispiel dafür, wie die Redaktion etwas "ohne kommerziellen Hintergedanken" entwickle. Auf das Wörtchen Kultur im Untertitel von "11 Freunde" legt der Chefredakteur besonderen Wert: So heißen die Abonnenten etwa "Dauerkarten-Inhaber", ganz wie beim Fußball auch. Außerdem können die Leser in der Redaktion anrufen oder auch per Facebook in Kontakt mit der Redaktion treten. "Wichtig ist für uns, dass wir eine enge Beziehung zu den Lesern haben" sagt Köster. Das sei beileibe kein Spezialrezept: Zu wissen, was die Leser wollen und in Kontakt mit ihnen zu bleiben, werde das Entscheidende für alle Zeitschriften sein. ire
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