Übernahme bestätigt: Was Klambt-Verleger Rose mit "OK" vorhat

Mittwoch, 29. August 2012
Klambt-Verleger Lars Joachim Rose will "OK" zur Nummer 1 der Celebrity-Magazine machen
Klambt-Verleger Lars Joachim Rose will "OK" zur Nummer 1 der Celebrity-Magazine machen

Die Mediengruppe Klambt greift nach der alleinigen Macht beim schwächelnden People-Magazin „OK". Nachdem die Übernahmepläne bereits gestern durchsickerten, als das Bundeskartellamt eine Liste zu laufenden Zusammenschlussverfahren veröffentlichte, bestätigt Klambt das Vorhaben nun gegenüber HORIZONT.NET.  Sofern die zuständigen Kartellbehörden grünes Licht geben, wird die Mediengruppe Klambt den OK Verlag zu 100 Prozent übernehmen. An dem Hamburger Verlag, der das britische People-Magazin "OK" im Frühjahr 2008 nach Deutschland brachte, ist neben Klambt auch der englische Verlag Northern & Shell mit 50 Prozent beteiligt. Laut Klambt soll Northern & Shell auch in Zukunft Lizenzgeber der Marke "OK" bleiben.

Klambt-Verleger Lars Joachim Rose will mit der Übernahme nach eigenen Angaben die notwendigen Voraussetzungen schaffen, um "künftig noch flexibler und offensiver auf die Anforderungen des modernen People-Marktes reagieren zu können". Als Verlag strebe Klambt "ganzheitliche redaktionelle Konzepte" an, die das Medienhaus "mit hoher Innovationskraft im Markt anbieten" wolle, so Rose weiter.

"OK" soll sich crossmedial beweisen
"OK" soll sich crossmedial beweisen
"OK" solle künftig als multimediale Plattform positioniert werden, die auf allen Kanälen die aktuellsten News der Stars aus aller Welt liefert. Der Anspruch, die Nummer 1 bei Celebrity-News zu sein, solle crossmedial über die Kanäle Print, Online, Mobile und Social Media durchgehalten werden.

Dass Klambt die alleinige Macht bei "Ok" will, hat sicher auch damit zu tun, dass die Bilanz des People-Magazins zuletzt mäßig war - und dass eine Neupositionierung des Heftes ohne Northern & Shell einfacher ist als mit dem bisherigen Teilhaber. Wíe HORIZONT.NET erst kürzlich berichtete, leidet "OK" unter einem starken Auflagenschwund und hat vor allem gegenüber Bauers neuem Heft „Closer" Boden verloren. Während der Newcomer im 2. Quartal 2012 mit 112.089 verkauften Heften ein ordentliches IVW-Debüt hinlegte, sank die Auflage von „OK" zum 6. Mal in Folge zum jeweiligen Vorjahreszeitraum um über ein Fünftel. Im 2. Quartal dieses Jahres verkaufte „OK" nur noch 114.266 Hefte. Im Einzelverkauf hat „Closer" (111.453 Stück) den Wettbewerber „OK" (81.072) bereits vom Start weg überholt. Als Konsequenz hat Klambt den Erscheinunbgstag von 'Donnerstag auf Mittwoch verlegt und den Copypreis von 2 Euro auf 1,60 gesenkt.

"OK" ist nicht das einzige People-Magazin aus dem Hause Klambt. So gibt das Verlagshaus im Joint-Venture mit Gruner + Jahr die Titel "In - Das Star & Style Magazin" sowie "Grazia" heraus. Neben dem People-Segment deckt Klambt auch weitere Leserzielgruppen ab: So richtet sich das Magazin "Flair" an die modebewusste Zielgruppe.  Auch die weibliche Leserschaft ("Lea", "Welt der Frau", "Die neue Frau" , "Frau mit Herz") steht bei Klambt hoch im Kurs. mas
Meist gelesen
stats