ricardo.de verbucht 3,9 Millionen Mark Verlust

Dienstag, 31. August 1999

Das Hamburger Internet-Auktionshaus ricardo.de hat sein am 30. Juni abgelaufenes erstes Geschäftsjahr mit einem Verlust in Höhe von 3,9 Millionen Mark abgeschlossen. Darin enthalten sind die Aufwendungen für den Börsengang, die sich auf 1,2 Millionen Mark belaufen. Der Umsatz betrug 6,3 Millionen Mark und hat laut ricardo.de-Vorstand Christoph Linkwitz die Erwartungen um zehn Prozent übertroffen. "Die Punktlandung bei dem geplanten Jahresfehlbetrag ist um so erfreulicher, weil sich gleichzeitig sämtliche Unternehmenskennzahlen weit über Erwartung entwickelt haben." Die Zahl der registrierten Kunden habe sich mit 180.000 Ende August seit Juni nahezu verdoppelt. Der Break-even soll in zwei Jahren erreicht werden. Im kommenden Jahr will ricardo.de weitere Angebote in Großbritannien, Frankreich, Italien, Skandinavien und den Niederlanden starten. In Zusammenarbeit mit dem kalifornischen Softhersteller Haptek und Chip-Hersteller Intel entwickelt das Unternehmen zudem einen virtuellen Auktionator, der mit dem Nutzer kommunizieren soll.
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