Öffentlich-Rechtliche kritisieren Drei-Stufen-Test

Mittwoch, 06. Mai 2009

Vertreter der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben den von der EU geforderten Drei-Stufen-Test für Telemedien kritisiert. In einer Diskussion beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland machte Gabriele Schade vom MDR-Rundfunkrat auf die hohen finanziellen und personellen Erfordernisse aufmerksam, die der Test mit sich bringe. Dennoch sieht sie darin eine Chance für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, mehr über die Inhalte nachzudenken. Werner Hahn vom NDR äußerte sich skeptischer zu dem Drei-Stufen-Test. Die neuen Regelungen seien inhaltlich und handwerklich nicht nachvollziehbar und würden ARD und ZDF behindern und auf lange Zeit zugrunde richten. Schließlich brauche der öffentlich-rechtliche Rundfunk keine gesetzlichen Vorschriften für seine Inhalte, denn die Qualitätskontrolle sei Aufgabe der Rundfunkräte.

Dem Drei-Stufen-Test müssen sich ab Juni 2009 alle bestehenden und neuen Medienangebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks unterziehen. Er soll gebührenfinanzierten Angebote mit Blick auf ihre gesellschaftliche Relevanz, ihren publizistischen Mehrwert und ihre  Auswirkungen auf den Markt überprüfen. HOR
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