iMusic wird zu iM1 und will Erotik verbannen

Donnerstag, 19. April 2012
Das neue Senderlogo von iM1
Das neue Senderlogo von iM1

Der 2006 gegründete digitale Free-TV-Musikkanal iMusic 1 hat sich zu iM1 - sprich: "I am one" umbenannt. Die Namensänderung geht einher mit einem umfangreichen Relaunch. Das Senderdesign ist laut COO Gerhard Fischer "trendy" und soll laufend an die sich verändernden Zuschauergewohnheiten angepasst werden. Der Relaunch geht Hand in Hand mit einem Umbau des Programmschemas. Die täglich vier Stunden Teleshopping wurden bereits zu Jahresbeginn durch originäres Programm ersetzt. Auch die Erotikschiene in der Nacht soll perspektivisch ersetzt werden.

Die Entscheidung, auf das Teleshopping zu verzichten hat sich laut Fischer gelohnt. Im 1. Quartal liege der Umsatz bereits auf Vorjahresniveau. Wenn das Wachstumstempo anhält, ist er zuversichtlich bald schwarze Zahlen schreiben zu können. Perspektivisch soll daher auch die Erotikschiene in der Nacht durch Programm ersetzt werden. "Erotik und Shopping haben uns geholfen zu wachsen, aber ab einem bestimmten Punkt muss man sich auf das Kerngeschäft konzentrieren", so Fischer.

iM1-Chef Gerhard Fischer
iM1-Chef Gerhard Fischer
Obwohl Viacom sein Flagschiff MTV vergangenes Jahr ins Pay-TV verbannt hat und der ebenfalls zu Viacom gehörende Sender Viva mittlerweile bei einem Marktanteil von unter 1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen liegt, glaubt Fischer an die Erfolgschancen von Musikfernsehen. "Es ist nur eine Frage des Geschäftsmodells", sagt er. iM1 setzt rein auf die digitale Verbreitung via Unitymedia, Entertain, Vodafone TV und auch Zattoo. Fischer erwartet daher einen Schub, wenn Ende April die analoge Verbreitung über Satellit abgeschaltet wird und zahlreiche Haushalte umrüsten müssen.

Wie viele Zuschauer iM1 bislang erreicht, dazu macht Fischer jedoch keine Angaben. Seine Ziele sind jedoch klar: "Wir wollen das maßgebliche Musikfernsehen werden." pap
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