iAd: Apple verlangt von Werbungtreibenden Millionen / iPad bricht Verkaufsrekord

Dienstag, 04. Mai 2010
Werbung auf dem iPad wird wohl teuer
Werbung auf dem iPad wird wohl teuer
Themenseiten zu diesem Artikel:

Apple iPad iPhone Cupertino Verkaufsrekord WSJ Million Dollar


Dass Apple-Produkte teuer sind, ist hinlänglich bekannt. Jetzt will der Computerkonzern aus Cupertino seine Premium-Preise offenbar auch bei mobiler Werbung durchsetzen. Unternehmen, die in Zukunft Banner auf dem iPad oder dem iPhone schalten wollen, müssen dem Vernehmen nach Budgets in Millionenhöhe garantieren. Das geht aus einem Bericht des "Wall Street Journal" hervor. Danach müssen Marken, die gleich zum Start der Vermarktungsplattform iAd auf Apple-Endgeräten präsent sein wollen, Werbung im Wert von zehn Millionen Dollar einkaufen. Wer auf den First-Mover-Effekt verzichtet und sich mit einer Werbeschaltung im ersten Jahr begnügt, muss immerhin ein Paket im Umfang von mindestens einer Million Dollar buchen. Für dieses Budget erhält der Kunde dann jeweils ein Mediavolumen, das sich an Klicks und Werbeeinblendungen bemisst.

Laut "Wall Street Journal" soll Apple einen Cent pro Werbeeinblendung und zwei Dollar pro Klick berechnen. Im Vergleich zu herkömmlichen Preisen ist das mehr als ambitioniert. "Mit den Preisen, die derzeit im Markt existieren, hat das nichts zu tun", erklärt Mark Wächter, Vorsitzender der Fachgruppe Mobile im BVDW und Gründer der Beratungsfirma MWC, auf Anfrage von HORIZONT.NET. Insbesondere die hohe Garantiesumme sei ungewöhnlich, vor allem deshalb, weil iAd nicht auf den iPhones der ersten Generation funktioniere und die Reichweite entsprechend begrenzt sei. "Apple hat da wohl vor allem große Konzerne wie Nike oder Adidas im Visier, die beispielsweise zur WM internationale Etats ausschreiben", glaubt Wächter.

Bei iAd handelt es sich um die neue Werbeplattform, die Apple in diesem Sommer an den Start bringt. Apple will damit auf breiter Front in den Markt für mobile Werbung einsteigen und insbesondere Google Konkurrenz machen. iAd gehört zum neuen multitaskingfähigen iPhone-Betriebssystem 4.0, das ab Sommer für das iPhone, den iPod Touch und ab Herbst auch für das iPad verfügbar sein wird. Apple wird die Anzeigen exklusiv verkaufen und schalten, 60 Prozent des Erlöses geht an die Entwickler beziehungsweise die Verlage.

Unterdessen zeichnet sich ab, dass sich das Problem mit der Reichweite schneller erledigen könnte als erwartet. Das iPad jedenfalls geht in den USA weg wie warme Semmeln. Gerade einmal vier Wochen nach der Einführung seines Tablet-Computers hat Apple die Marke von einer Million verkaufter Geräte durchbrochen. Die Nachfrage beschränkt sich nicht nur auf die Hardware. Wie Apple mitteilt, haben die Nutzer des iPad inzwischen mehr als 12 Millionen Apps und gut 1,5 Millionen E-Books heruntergeladen. Apple-Chef Steve Jobs zeigt sich angesichts der Absatzzahlen äußerst zufrieden: Laut Jobs hat es beim iPhone mehr als doppelt so lang gedauert, um eine Million Geräte abzusetzen. Und "die Nachfrage übersteigt weiterhin das Angebot", so Jobs weiter. Während Apple in den USA gerade sein zweites iPad-Modell mit WiFi und 3G einführt, kommt das Gerät hierzulande erst Ende Mai auf den Markt. mas
Meist gelesen
stats