dmmv verabschiedet Richtlinie für E-Mail-Marketing

Mittwoch, 18. Juli 2001

Mit einer neuen Richtlinie zum E-Mail-Marketing will der Deutsche Multimedia Verband (dmmv) Internetznutzer vor unerwünschten Werbe-E-Mails schützen. Die in den Arbeitskreisen Werbung und Media gemeinsam mit Unternehmen aus der Multimedia-Branche ausgearbeitete Empfehlung sieht vor, dass nur nach bestätigter Anmeldung die Zusendung von Informations- und Werbe-E-Mails zulässig und sinnvoll ist.

"Wir sind uns völlig im Klaren darüber, dass E-Mails nur dann gelesen werden, wenn die Nutzer selbst entschieden haben, diese Informationen auch erhalten zu wollen", meint Klaus Arnhold, Leiter der Projektgruppe E-Mail Marketing beim dmmv. Andernfalls reagiere der Nutzer negativ auf diese Werbeform und indirekt auch auf das Produkt, so Arnold weiter. Die dmmv-Richtlinie sei allerdings strenger als die international gültigen Standards, sodass weiterhin mit unerwünschten Massenaussendungen gerade aus den USA und dem europäischen Ausland zu rechnen sei.

Alexander Felsenberg, Vize Präsident und Geschäftsführer beim dmmv, will dennoch mit dieser Richtlinie "ein ganz klares Zeichen setzen". Das Internet müsse als Kommunikationsmedium zwischen gleichberechtigten Partnern begriffen und die Autonomie der Nutzer respektiert werden, fordert Felsenberg.
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