Zwei Drittel der B2B-Marktplätze in Deutschland sind nicht überlebensfähig

Donnerstag, 24. August 2000

Das Gros der in Deutschland neu gegründeten B2B-Marktplätze hat schlechte Überlebenschancen. Nach den Ergebnissen einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) sind von den 80 Marktplätzen, die bisher von Start-ups in Deutschland gestartet wurden, zwei Drittel aus eigener Kraft nicht existenzfähig. Sie müssten entweder eine Kooperation mit etablierten Unternehmen eingehen oder ganz von der Bildfläche verschwinden. Von den derzeit rund 130 virtuellen deutschen Marktplätzen werden sich nur diejenigen durchsetzen, die es schaffen, genügend Transaktionsvolumen auf ihren Marktplatz zu ziehen. Auf dem Vormarsch sind laut Studie hingegen die Unternehmen der Old Economy. Denn mit ihren etablierten Kunden- und Lieferantenbeziehungen, Logistikstrukturen, bekannten Marken und Branchen-Know-how verfügen sie über die Voraussetzungen, die nötig sind, um virtuelle Marktplätze erfolgreich zu betreiben. Insgesamt gewinnt der B2B-E-Commerce in Deutschland zunehmend an Bedeutung. In drei Jahren werden nach Ansicht der BCG-Berater 14 Prozent des Handels zwischen Unternehmen elektronisch abgewickelt werden. Bei großen Unternehmen mit über 5 Milliarden Euro Umsatz sogar 26 Prozent. Das B2B-Volumen wird dabei von 177 Milliarden Euro im laufenden Jahr auf 422 Milliarden Euro im Jahr 2003 steigen.
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