Zwei Drittel aller Print-Titel haben keine mobile Website

Montag, 24. Juni 2013
Viele Zeitschriften haben noch keine mobile Website
Viele Zeitschriften haben noch keine mobile Website


Die Experten sind sich einig: Die Monetarisierung der rasant steigenden mobilen Reichweiten ist eine der großen Herausforderungen für Publisher im Internet. Viele Verlage drohen den Trend zur mobilen Internetnutzung jedoch komplett zu verschlafen: Zwei Drittel der Printangebote haben noch keine für Smartphones optimierte Website. Das geht aus einer Untersuchung von Vibrant Media hervor.
Der Anbieter von kontextuellen Werbelösungen hat die Online-Auftritte von 190 führenden Print-Medienmarken analysiert - mit ernüchterndem Ergebnis: Gerade einmal ein Drittel aller großen Titel hat bereits eine für die mobile Nutzung optimierte Website. Relativ gut aufgestellt sind noch die Tageszeitungen: Alle großen Blätter und 68 Prozent der regionalen Zeitungen haben eine mobile Website.

Bei den Publikumszeitschriften ergibt die Untersuchung ein anderes Bild: Während immerhin 60 Prozent der Lifestyle-Magazine eine für die mobile Nutzung optimierte Website haben, gibt es in anderen Segmenten noch erhebliche Defizite: Laut Vibrant hat in den Bereichen Heim & Garten, Essen & Trinken sowie bei den monatlichen Frauenzeitschriften keine einzige Marke eine mobile Website.

"Die Auflagen der meisten Printtitel sinken stetig, selbst die Traffic-Zahlen von Content-Seiten im stationären Internet stagnieren beziehungsweise sind auf zahlreichen Seiten rückläufig. Dahingegen steigt die Mediennutzung auf Tablets und Smartphones deutlich an. Publisher müssen daher dringend eine Strategie für das mobile Internet und die Monetarisierung des mobilen Inventars entwickeln", kommentiert Jochen Urban, Geschäftsführer von Vibrant Media, die Ergebnisse. Laut BVDW wächst der Markt für mobile Online-Werbung in diesem Jahr von 62 Millionen Euro auf rund 105 Millionen Euro. dh
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