Zuschauer unterschätzen Einnahmen aus Rundfunkgebühren

Donnerstag, 08. Januar 2009

Die Rundfunk-Gebühren kommen ausschließlich den Privaten zugute - dieser durchaus falschen Auffassung sind laut Forsa-Umfrage immerhin acht Prozent der deutschen Zuschauer. Die Studie, die Forsa im Auftrag von IP Deutschland in der jüngeren Bevölkerung im Alter von 14-49 Jahren durchführte, zeigt, dass Zuschauer nicht nur das Gebührenaufkommen der Öffentlich-Rechtlichen stark unterschätzen, sondern auch die Verteilung. Nur 28 Prozent der Befragten liegen richtig, wenn sie den Gebührenertrag für ARD und ZDF auf mehrere Milliarden pro Jahr ansetzen. Tatsächlich umfasst der Etat nach GEZ Geschäftsbericht 2007 rund 7,3 Milliarden Euro. Dagegen tippen rund 34 Prozent der Studienteilnehmer auf eine Summer von 100 Millionen bis 1 Milliarde Euro. Einen Betrag unter 100 Millionen nennen 35 Prozent der Zuschauer.

Doch nicht nur die Höhe des Rundfunkgebühren-Etats schätzen viele Studienteilnehmer falsch ein. So meinen 73 Prozent der Befragten außerdem, dass die Werbeeinnahmen aller Privatn stark über den Rundfunkgebühren der Öffentlich-Rechtlichen liege. Und weitere 9 Prozent sind überzeugt, dass die Einnahmen der Gebührenzentrale an alle Sender gehen.

Laut Studie stellen die Privatsender außerdem das bessere Programm. Nach 90 Prozent der Befragten bieten RTL und Konsorten ein breiteres Sendungsportfolio. Dagegen sind 63 Prozent der Studienteilnehmer der Meinung, dass die Öffentlich-Rechtlichen ihrem Bildungsauftrag nicht nachkommen. nk
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