Zuschauer haben kaum Interesse an interaktivem Fernsehen

Dienstag, 19. August 2008
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Franz Koller Ludwigsburg


Die meisten Konsumenten zeigen kein großes Interesse an interaktivem Fernsehen. Das ist das Ergebnis einer Studie von User Interface Design (UID). Bei den meisten Zuschauern überwiegt beim Fernsehen nach wie vor die entspannte Lean-Back-Nutzungssituation. Zwischen den technischen Möglichkeiten und den tatsächlichen Bedürfnissen der Konsumenten gebe es "eine große Kluft".

Allein der elektronische Programmführer (EPG), der bei digitalen Set-Top-Boxen die Navigation durch die Programme ermöglicht, hat sich bei den Nutzern durchgesetzt. Interaktive TV-Anwendungen werden von den meisten Konsumenten noch abgelehnt. "Die Studie zeigt, dass es ein TV 2.0 zunächst schwer haben wird. Obwohl das Nutzungserlebnis des digitalen Fernsehens immer mehr dem Computer gleicht, herrscht aus Sicht des Nutzers eine klare Trennung zwischen beiden Medien,"sagt Franz Koller, Geschäftsführer von UID.

Die höchste Bereitschaft zur Interaktion besteht bei Serien und Filmen. Bei Quiz-Shows und Shopping-Kanälen lehnen die Befragten eine Interaktion weitgehend ab. Oberstes Ziel der Entwickler müsse eine "höchst intuitive Kombination zwischen Fernbedienung und EPG" als der Schaltzentrale des digitalen Fernsehens sein. Fraglich ist allerdings, wie aussagekräftig die Ergebnisse der Studie sind. UID befragte gerade einmal 26 Personen zwischen 18 und 55 Jahren.

Das Unternehmen mit Sitz in Ludwigsburg ist auf die Gestaltung von Schnittstellen und Benutzeroberflächen spezialisiert. dh

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