Zurück zur Nische: Relaunch bei VZ-Netzwerken / Aus MeinVZ wird FreundeVZ

Dienstag, 27. September 2011
Der Relaunch soll die Netzwerke retten
Der Relaunch soll die Netzwerke retten

"Wir werden liefern", so die klare Ansage von Clemens Riedl, CEO der VZ Netzwerke, im Juli gegenüber HORIZONT.NET. Nun ist es soweit: Medienberichten zufolge gehen StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ, das künftig FreundeVZ heißen wird, morgen in neuer Optik an den Start. Im Laufe des Mittwochs soll die Testversion der Plattformen freigeschaltet werden, schreibt Martin Weigert von Netzwertig.com. Die Testphase soll laut Jürgen Vielmeier von Basicthinking sechs bis neun Monate andauern. Branding und Corporate Design sollen weitgehend gleich bleiben, obwohl eine Fusion der Netzwerke ebenso wie eine Umbenennung zur Debatte gestanden hätten.

Laut VZ-Chef Riedl sollen die neuen Portale keine Facebook-Konkurrenz werden, sondern auf spezifische Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten werden, wie es auf Netzwertig heißt. Damit ist der Weg klar vorgezeichnet: Es geht zurück in die Nische.

SchülerVZ mit der Zielgruppe der 10- bis 19-Jährigen soll laut Netzwertig die "Kommunikation mit Mitschülern und Freunden" ermöglichen sowie zur Freizeitgestaltung dienen. Laut Basicthinking gibt es zudem den geschützten Bereich "Mein Klassenraum", über den auch Hausaufgaben ausgetauscht werden können.

StudiVZ (Zielgruppe: 19-29 Jahre) wird stärker auf Studenten ausgerichtet, Studieninhalte und die Organisation des Studentenlebens sollen laut Netzwertig in den Vordergrund rücken. Das neu benannte FreundeVZ soll helfen, Freizeit und Nachtleben zu organisieren.

Die VZ-Netzwerke haben in den vergangenen Monaten deutlich an Reichweite verloren: Im August kamen StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ gemeinsam laut IVW Online auf knapp 130 Millionen Visits, im Vorjahresmonat waren es noch etwa 408 Millionen Visits. Auch die Zahl der Unique User geht stetig bergab: Im Mai 2011 erreichten die VZ-Netzwerke laut den Internet Facts der Agof nur 9,3 Millionen Unique User, im 2. Quartal 2010 waren es noch 13,7 Millionen. sw
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