Zukunft von Kennedy-Blatt George steht in den Sternen

Mittwoch, 21. Juli 1999

Nach dem tragischen Tod von John F. Kennedy jr. ist die Zukunft des von ihm vor vier Jahren gegründeten Magazins "George" ungewiß. Seit der Heftpremiere hat die Zeitschrift unübersehbare Probleme, ihre Position zu halten. Obgleich das Blatt nach wie vor das politische Magazin mit der höchsten Verbreitung in den USA ist, stagniert die Auflage laut ABC bei 419.000 Exemplaren. Im zweiten Halbjahr 1998 rutschte der Einzelverkauf um 25 Prozent ab, was auch der Abo-Gewinn von 5 Prozent nicht auffangen konnte. Insgesamt sank die verkaufte Auflage um 5 Prozent. Über die Profitabilität des Blattes macht Herausgeber Hachette Filipacchi keine Angaben, nach Branchenschätzung fehlen jedoch rund 200.000 Hefte, um bei den Werbekunden genügend Zugkraft zu entwickeln. Ohne den charismatischen Kennedy dürfte der Überlebenskampf für "George" nicht leicht werden. Zum Jahresende läuft der Vertrag mit Hachette aus. Eine Verlagssprecherin betont zwar, man denke nicht daran, "George" zu verkaufen. Insider wollen allerdings wissen, daß Kennedy Gespräche mit potentiellen Investoren, darunter Condé Nast und Kohlberg Kravis Roberts & Company, führte.
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