Zu Salm: Bewegtbild ist erst am Anfang

Mittwoch, 22. Oktober 2008
Zu Salm glaubt an Zukunft von Videos
Zu Salm glaubt an Zukunft von Videos

Hubert Burdas Crossmedia-Vorstand Christiane zu Salm glaubt, dass Texte und Standbilder auch in den nächsten Jahren der wichtigste Bestandteil von Presseportalen sein werden. „Bei Nachrichtenangeboten der Onlinepresse ist derzeit wenig wahrscheinlich, dass Videos auf absehbare Zeit einen höheren Anteil als vielleicht fünf bis zehn Prozent der Reichweite erzielen werden", sagte sie im Interview mit „Cicero Online". Bislang machen Text und Bilder online zwischen 98 und 100 Prozent der Reichweite der privaten Onlinepresse aus. Video-Ads stellen noch keine relevante Umsatzquelle dar. Im 1. Halbjahr 2008 erwirtschafteten sie Bruttowerbeerlöse von gerade mal 3,6 Millionen Euro.

Trotzdem glaubt zu Salm an die Relevanz von Videos: „Auch wenn die Monetarisierung noch schwer fällt, ist Bewegtbild ein Muss. Außer den Communities kommt heute niemand mehr ohne sie aus."

Die Burda-Frau warnt vor einer Ausdehnung der öffentlich-rechtlichen Sender ins Internet. „Angebote wie tagesschau.de ähneln Newsportalen von Printangeboten bis ins Detail", kritisiert sie. ZDF und ARD seien in Sachen Reichweite bereits auf Augenhöhe mit den Verlagen und damit eine harte Konkurrenz. Am 23. und 24. Oktober verhandeln die Ministerpräsidenten bei ihrem Treffen in Dresden den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, der vor allem festlegt, was die öffentlich-rechtlichen Sender künftig im Internet dürfen und was nicht. pap
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