Zögern europäischer Führungskräfte behindert Erfolg beim E-Commerce

Donnerstag, 03. September 1998

Das größte Hindernis für die erfolgreiche Entwicklung des Electronic Commerce in Europa ist die zögerliche Haltung vieler Wirtschaftsführer auf dem Kontinent. Das globale Potential des E-Commerce wird zur Zeit auf etwa 10 Milliarden Dollar geschätzt, bis zum Jahr 2002 soll es auf 500 MilliardenDollar steigen. Zu dieser Einschätzung kommt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Andersen Consulting. Obwohl danach die europäischen Führungskräfte ein hohes Wachstumspotential im E-Commerce sehen, übernehmen diesseits des Atlantiks viele Spitzenmanager die Rolle unbeteiligter Beobachter. Damit stehe langfristig die europäische Wettbewerbsfähigkeit in Frage. Während sich 82 Prozent der Teilnehmer der Studie einig sind, daß E-Commerce starken Einfluß auf ihr Unternehmen haben wird, haben nur 39 Prozent der Befragten bereits damit begonnen, den E-Commerce in ihr Geschäft und seine Strategie zu integrieren. Lediglich 18 Prozent sehen ihr Unternehmen akut in seiner Wettbewerbsfähigkeit bedroht. Als Gründe für die abwartende Haltung nennt die Studie die Überzeugung von rund 50 Prozent der Befragten, daß die Konsumenten E-Commerce noch nicht genügend akzeptierten. Fragen des Datenschutzes, der Sicherheit und der kommerziellen Rahmenbedingungen mit definierten Regeln werden ebenfalls von der Mehrheit der Befragten genannt. Darüber hinaus fordern über 80 Prozent der Führungskräfte von den Regierungen, ein gemeinsames internationales Rahmenabkommen zu erarbeiten.
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