Zenith Optimedia: Joachim Schütz geht - Michael Bohn kommt

Freitag, 08. März 2002

Nach vier Jahren als CEO von Zenith Media verlässt Joachim Schütz die Frankfurter Mediaagentur. Diese Entscheidung geht mit der Neustrukturierung der Zenith Optimedia Group einher, in der Schütz keinen Platz mehr für sich sieht.

Denn neuer Chairman der Zenith Optimedia Group für den deutschsprachigen Raum ist Michael Bohn, der bislang geschäftsführender Gesellschafter der Düsseldorfer Mediaagentur More Media war. Für Schütz ist diese Entwicklung "nicht weiter tragisch", und er fügt hinzu: "Ich bin weder böse noch nachtragend und werde jetzt in aller Ruhe überlegen, was ich in Zukunft machen werde."

Sein Nachfolger bei Zenith Media wird Jochen Preusche, der auch weiterhin Geschäftsführer der Düsseldorfer Agentur More Media bleiben wird. Er soll die Integration von Zenith in die deutsche Zenith Optimedia Group vorantreiben. Der bis-herige Zenith-Finanzchef Marcus Andriessen avanciert hingegen zum CFO der gesamten Gruppe.

Das deutsche Headquarter der im Herbst gegründeten Zenith Optimedia Group ist in Düsseldorf. Die weltweite Holding Zenith Optimedia Group gehört zu 75 Prozent Publicis und zu 25 Prozent Cordiant. Damit verknüpft Publicis seine deutsche Mediamarke More Media und sein internationales Medialabel Optimedia mit dem Zenith-Network, an dem Publicis seit dem Kauf von Saatchi & Saatchi bereits zu 50 Prozent beteiligt ist.

Die internationalen Medianetworks Zenith Media und Optimedia sollen aber weiterhin getrennt geführt werden. In dem deutschen Media-Service-Center Medialogics, das 2001 in Düsseldorf gegründet wurde, wurden lediglich die Bereiche Administration, Finanzen und Controlling, IT, Forschung und Marketing beider Networks gebündelt.
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