Zeitungsverleger warnen vor Monopolisierung beim Internet-Zugangsbusiness

Freitag, 19. März 1999

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) befürchtet, daß die neuen Internet-Tarife der Telekom und weiterer großer Telekommunikationsunternehmen den Markt verzerren und die Zeitungsverlage beim Geschäft mit Internet-Zugängen schwer benachteiligen. Laut BDZV sehen die Gebührenpläne der Telekommunikationsgesellschaften vor, daß nur solche Internet-Dienstleister günstige Internet-Zugänge für Privatkunden anbieten können, die auch das Inkasso für die Telekommunikationsdienstleistungen übernehmen. Viele Verlage und auch andere kleine Internet-Provider könnten nicht mithalten, wenn ihre Kunden den teuren Ortstarif der Telekom bezahlen müßten. Gelöst werden könne das Problem nach Ansicht des BDZV durch die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation, indem sie Internet-Nutzern den Zugang zum lokalen Einwahlknoten des jeweiligen Providers für drei Pfennig pro Minute ermögliche. Falls dies nicht gelinge, entstehe beim Geschäft mit Internet-Zugängen eine Konzentration auf wenige große Anbieter im Markt.
Meist gelesen
stats