Zeitungsverleger erwarten Kampfabstimmung in Berlin

Montag, 26. Januar 2004

An diesem Dienstag müssen die im Bundesverband deutscher Zeitungsverleger organisierten Printhäuser zum Gesetzentwurf über die Lockerung der Pressefusionskontrolle Stellung nehmen. Dabei zeichnet sich eine heftige Debatte zwischen Großverlagen wie Springer, WAZ und Holtzbrinck auf der einen und den kleinen und mittelgroßen Verlagen auf der anderen Seite ab. Die Kleinen sind gegen eine Lockerung, die den Großen das nahezu unbegrenzte Aufkaufen von Zeitungen ermöglichen würde. Es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass sich die Großverlage bei der Abstimmung durchsetzen werden.

Der Holtzbrinck-Verlag, der in Berlin die Verlage von "Berliner Zeitung" und "Tagesspiegel" zusammenführen will, ist bei der Umsetzung seiner Pläne auf die Novelle angewiesen. Wie der "Spiegel" aus einem internen Schriftsatz der Holtzbrinck-Anwälte zitiert, hat sich das Stuttgarter Medienhaus darauf eingestellt, dass die Kartellwächter die Übernahme der "Berliner Zeitung" endgültig verbieten wollen. Die Wettbewerbshüter rechnen den "Tagesspiegel", den Holtzbrinck an seinen Ex-Manager Pierre Gerckens verkauft hat, nach wie vor zu dem Stuttgarter Unternehmen. he
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