Zeitungsbranche blickt optimistisch in die Zukunft

Montag, 21. Juni 2004

Trotz der anhaltenden Wirtschaftsflaute und des wachsenden Wettbewerbs im Kommunikationsmarkt blicken die Zeitungsverleger optimistisch in die Zukunft. "Die Zeitungen erreichen täglich gut 76 Prozent aller Bundesbürger, über die Hälfte der 14- bis 19-Jährigen lesen regelmäßig Zeitung", sagt Clemens Bauer, Vorsitzender des Zeitungsverleger Verbands Nordrhein-Westfalen (ZVNRW) und Vorsitzender der Geschäftsführung Rheinisch-Bergische Verlagsgesellschaft in Düsseldorf, beim Medienforum Nordrhein-Westfalen in Köln. Dies seien beste Voraussetzungen, auch im Werbemarkt die Führungsposition weiter auszubauen.

Allerdings komme es jetzt darauf an, das Produkt Zeitung weiter zu entwickeln und daneben neue Geschäftsfelder aufzubauen. Scharfe Kritik äußerte Bauer in Gegenwart von EU-Kommissar David Byrne (zuständig für Gesundheit und Verbraucherschutz), der einer Einladung der Zeitungsverleger nach Köln gefolgt war, an der EU-Kommission: Diese betreibe unter dem Deckmantel des Verbraucherschutzes eine wirtschaftsfeindliche Politik, die den Verbraucher entmündige. Bauer erinnerte an das Tabakwerbeverbot sowie die geplanten Reglementierungen im Bereich Lebensmittel und Alkohol. nr
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