Zeitungen: Umsatz stagniert bei rund 9 Milliarden Euro

Dienstag, 11. Juli 2006
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Umsatz Bundesverband Dietmar Wolff Berlin


Die Zeitungen profitieren kaum von der WM-Sonderkonjunktur. Für das laufende Jahr rechnet der Bundesverband der deutschen Zeitungsverleger (BDZV) mit einer Stagnation des Umsatzes. Auch in puncto Auflagen bleiben die großen Sprünge bei vielen Blättern aus. "Es gibt kein einheitliches Bild. An den kleinen Zeitungen ging die WM eher vorbei. Zeitungen an den Spielorten haben profitiert", sagt Dietmar Wolff, Hauptgeschäftsführer des Verbandes, bei der Präsentation der Jahreszahlen 2005 in Berlin. Von Januar bis Mai 2006 stagnierten die Anzeigenumfänge. Zu den Gewinnern gehörten lokale Anzeigen, die über ein Drittel des gesamten Marktvolumens darstellen, mit einem Plus von 1,1 Prozent. Den größte Zuwachs verbuchten Stellenanzeigen mit 16,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Größter Verlierer waren konjunkturbedingt die Kfz-Märkte, die außerdem weiter ins Internet abwandern.

Die Auflagen der Zeitungen sanken im 1. Quartal um insgesamt 1,4 Prozent. Die Wochenzeitungen konnten die Auflage um fast 7 Prozent steigern. Das Plus wird vor allem durch die Entwicklung der "Zeit" getrieben. Die Sonntagszeitungen mussten dagegen einen Rückgang um knapp 3,6 Prozent hinnehmen. "Die Reichweiten sind jedoch stabil", sagt Wolff. In der Gesamtbevölkerung liegen sie bei rund 75 Prozent.

Im vergangenen Jahr stagnierten die Gesamtumsätze im Vergleich zu 2004 bei über 9 Milliarden Euro. Mehr als 4,7 Milliarden entfielen auf Anzeigen und Beilagen, weitere 4,2 Milliarden auf Vertriebsumsätze. pap

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