Zeitschriftenverlegerverband rechnet mit leichtem Anzeigenplus

Freitag, 06. Januar 2006
Sieht positive Signale: H. Busch
Sieht positive Signale: H. Busch

Nach der positiven Anzeigenentwicklung in der 2. Jahreshälfte 2005 erwarten die Zeitschriftenverlage für 2006 ein leichtes Plus im Anzeigengeschäft. "Wir sind vom Sink- wieder in den Steigflug übergegangen. Startet die Konjunktur 2006 durch, wird das auch den Werbeinvestitionen Auftrieb geben", sagte Holger Busch, Geschäftsführer Marketing Anzeigen im Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ). Der VDZ rechnet für das Jahr 2006 mit einem Wachstum der Anzeigenerlöse der Publikumszeitschriften von zwei Prozent. Nach der Zentralen Anzeigenstatistik (ZAS) für 2005 lag das Minus zum Jahresende 2,1 Prozent unter Vorjahr, nachdem es zur Jahresmitte 2005 mit 4,9 Prozent noch mehr als doppelt so hoch war. "Das Anzeigengeschäft hat sich wieder deutlich stabilisiert. Die Verluste aus den ersten sechs Monaten haben wir zwar nicht vollständig egalisieren können, doch lassen uns die anhaltend positive Auftragslage und die sich aufhellenden Konjunkturperspektiven in Deutschland durchaus optimistisch in das neue Jahr blicken", so Busch weiter.

Insgesamt haben die Zeitschriften im vergangenen Jahr 220.763 Anzeigenseiten geschaltet. Der Trend zu vierfarbigen Anzeigen hält unvermindert an. Ihr Anteil stieg von 78 Prozent in 2004 auf 80 Prozent 2005. Die meisten Anzeigen veröffentlichte im vergangenen Jahr der "Stern" (4137) vor "Focus" (4062) und "Spiegel" (3671). nr



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