Zeitschriftentage: Veranstaltungsgeschäft wird in Krisen interessanter

Dienstag, 18. November 2008
DFV-Manager Rolf Grisebach (re.) sagt Kongressen steigende Bedeutung voraus
DFV-Manager Rolf Grisebach (re.) sagt Kongressen steigende Bedeutung voraus

In wirtschaftlich angespannten Zeiten, bietet das Veranstaltungsgeschäft gerade Fachverlagen Chancen - besonders, wenn die Veranstalter auch Ausstellugnsflächen vermarkten. "In schwierigen Zeiten wird das Geschäft immer interessanter, denn die Firmen gehen dann vermehrt auf Kongresse, statt auf Messen", sagt Petra Ziegler, die beim Carl Hanser Verlag den Bereich Seminare / Kongresse leitet. Rolf Grisebach, Sprecher der Geschäftsführung des Deutschen Fachverlags, in dem auch HORIZONT erscheint, glaubt generell, dass Messen weniger wichtig werden. "Deshalb wächst der Bedarf an Kongressen", sagte er im Rahmen des Fachprogramms auf den Zeitschriftentagen des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) in Berlin.  Fachverlage seien dafür durch ihre spezielle Zielgruppenkenntnis gut aufgestellt. 

Als besondere Herausforderungen macht Grisebach für Fachverlage die mangelnden Erfahrungen im Projektmanagement aus und das selten vorhandene "Inszenierungs-Know-How" - also beispielsweise die Wahl der Locations und die Koordination von Programmabläufen.

Grundsätzlich setzt der Fachverlag vor allem auf Kongresse, die den Anspruch haben, der führende Branchenkongress zu sein. "In bestimmten Branchen wird es nicht nur eine Veranstaltung geben", räumt er jedoch ein.

Ziegler nennt als Erfolgsfaktoren vor allem persönliche Kontakte zu Referenten und Teilnehmern aus, aber auch einen engen internen Austausch zwischen verschiedenen Abteilungen im Verlag. pap
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