Zeitschriftenreichweite bleibt stabil

Mittwoch, 21. Januar 2009
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Nach der aktuellen Reichweitenstudie „MA 2009 Pressemedien I" der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AG.MA) ist die Zeitschriftennutzung insgesamt stabil. So liest jeder Deutsche im Schnitt vier Zeitschriften pro Erscheinungsintervall (wöchentlich/14täglich/monatlich). Im Vergleich zum Ergebnis der "Pressemedien II" von 2008 hat "RTV" absolut am meisten zugelegt. Das Programmie steigerte seine Leserschaft um rund 1,3 Millionen Leser pro Ausgabe und kommt damit auf eine Leserschaft von 13 Millionen pro Ausgabe. "Kicker" landet auf dem zweiten Platz der absoluten Reichweitengewinner. Die Fußballzeitschrift hat einen Zuwachs von 460.000 Lesern, gefolgt von "TV-Digital" mit einem Plus von 360.000 Lesern pro Ausgabe.

Prozentual konnte "Laura Wohnen Kreativ" die Reichweite am stärksten ausbauen. So wuchs die Reichweite der Bauer-Zeitschrift um 29,1 Prozent auf 310.000 Leser pro Ausgabe. Es folgt der Schwestertitel "Intouch" mit rund 27 Prozent und "In - Das Star & Style Magazin", ein Joint Venture von Klambt Verlag und Gruner+Jahr, mit circa 25 Prozent Zuwachs.

Unter den Programmzeitschriften kann neben dem Zeitungssupplement und "TV Digital" auch "Hörzu" einen starken absoluten Zuwachs an Leserschaft verbuchen. Das Springer-Programmie kommt auf 4,54 Millionen Leser. Am stärksten schrumpft die absolute Reichweite des Bauer-Blattes "Auf einen Blick". Die Zeitschrift verliert 170.000 Leser pro Ausgabe. Kaum bessere Ergebnisse können "TV 14", "TV Today", "Nur TV" und "TV Pur" vorweisen, die mit "Auf einen Blick" die unteren Plätze hinsichtlich der absoluten Reichweitenverluste belegen.

Das Schlusslicht bildet allerdings "Bild am Sonntag". Das Springerblatt, eine der reichweitenstärkste Zeitung, muss einen Rückgang von 240.000 Lesern hinnehmen. Damit liegt „BamS" knapp unter 11 Millionen Lesern pro Ausgabe. „Welt am Sonntag" muss ebenfalls Reichweiten-Verluste von 10.000 Lesern pro Ausgabe registrieren.

Die Tageszeitungen können dagegen insgesamt eine stabile Reichweite vorweisen. Und auch die Nachrichtenmagazine "Spiegel", "Stern" und "Focus" ziehen eine positive Bilanz. Von allen dreien hat der "Spiegel" mit 120.000 Lesern mehr pro Ausgabe am stärksten an absoluter Reichweite gewonnen und erreicht 6,16 Millionen Leser. Allerdings bleibt er auf Platz zwei hinter dem Gruner+Jahr-Titel "Stern", der mit einer Leserschaft von insgesamt rund 7,54 Millionen pro Ausgabe einen leichten Zuwachs von 70.000 Lesern vorweisen kann. "Focus" legt um 20.000 Leser zu und kommt auf 5,71 Millionen Leser.

Unter den Jugendzeitschriften erholt sich das Bauer-Heft "Bravo" und baut seine Reichweite um 10.000 Leser aus und verzeichnet 1,42 Leser pro Ausgabe. Konkurrent "Popcorn" büßt 70.000 Leser ein und schrumpft auf 480.000 Leser pro Ausgabe.

Zu den Reichweiten-Gewinnern gehören außerdem die „Die Zeit" und die Sportzeitschriften. „Die Zeit", die laut der aktuellen Quartalszahlen der IVW positiv gestimmt sein müsste, konnte nicht nur die verkaufte Auflage steigern, sondern auch die Reichweite um 100.000 Leser pro Ausgabe ausbauen. Der „Kicker" belegt den zweiten Platz der absoluten Reichweitengewinner. Der „Kicker" gewinnt 460.000 Leser und „Sport Bild" 340.000 Leser pro Ausgabe dazu.

In der Wirtschaftspresse können das "Manager Magazin", "Focus-Money" und "Guter Rat" ein Plus einfahren. Das reichweitenstärkste Wirtschaftsblatt "Wirtschaftswoche" muss einen Schwund von 100.000 Lesern hinnehmen, nachdem es in der vergangenen Studie noch 16 Prozent zugelegt hatte.

Insgesamt können von den 164 in der „MA 2009 Pressemedien I" ausgewiesenen Zeitschriften 75 Titel einen Zuwachs an Reichweite verbuchen, 21 verzeichnen stabile Reich­weiten und 67 Titel verlieren.

"Zeitschriften werden unverändert stark gelesen", bemerkt Michael Walter, Vorstand Zeitschriften der AG.MA, "Die Kaufzurückhaltung, die sich bei den Gesamtauflagen zeigt, schlägt sich nicht auf die Reichweiten nieder." nk
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