Zeitschriften: Top 5 Verlage beherrschen den Markt

Freitag, 13. Juli 2012
Die Top 5 Verlage dominieren den bunten Blätterwald am Kiosk
Die Top 5 Verlage dominieren den bunten Blätterwald am Kiosk


Die fünf größten deutschen Zeitschriftenverlage dominieren den Markt weiterhin klar. Bauer, Burda & Co. verkauften im 1. Quartal 2012 fast zwei Drittel aller Zeitschriftenexemplare in Deutschland. Allerdings konnte lediglich die WAZ-Gruppe Marktanteile dazugewinnen. Das geht aus der Konzentrationsstudie des Wissenschaftlichen Instituts für Presseforschung (WIP) in Köln hervor, die in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Media Perspektiven veröffentlicht wurde. Demnach entfielen 63,6 der verkauften Zeitschriften im 1. Quartal 2012 auf die fünf größten Zeitschriftenverlage. 2010 waren es allerdings noch 64,9 Prozent.

Am höchsten ist die Dominanz der großen Verlage bei den wöchentlichen und 14-täglichen Zeitschriften ausgeprägt: Hier liegt der Konzentrationsgrad bei 87,4 Prozent. Den höchsten Marktanteil hat hier die Hamburger Bauer Media Group mit gut 30 Prozent Marktanteil vor Axel Springer und Hubert Burda Media. Bei den monatlich oder seltener erscheinenden Titeln entfallen auf die Top 5 Verlage nur knapp 40 Marktanteil.

Hier rangiert Burda mit 12,5 Prozent vor Gruner + Jahr. Im Ranking der auflagenstärksten Verlage hat sich seit der letzten Erhebung vor zwei Jahren nichts verändert: Nach der Auflage liegt nach wie vor Bauer an der Spitze, gefolgt von Burda, Axel Springer, Gruner+Jahr, und der WAZ Mediengruppe. Als einziger Verlag konnte die WAZ Mediengruppe Marktanteile hinzugewinnen.

Die verkaufte Gesamtauflage ist seit dem Jahr 2000 allerdings kontinuierlich zurückgegangen. Besonders stark betroffen sind dabei die wöchentlich oder 14-täglich erscheinenden Zeitschriften. Die Zahl der verfügbaren Zeitschriften ist dagegen auf 1451 Titel gestiegen. Auffällig ist, dass die meisten neuen Titel seltener als 14-täglich erscheinen. "Traditionelle wöchentliche oder 14-tägliche Titel verkaufen sich anhaltend weniger, Zeitschriften beispielsweise zu neuen Lebensstil-Konzepten haben bei deutlich geringeren Erscheinungsfrequenzen immer noch sehr gute Marktchancen", so die Beobachtung von Studienautor Andreas Vogel. dh
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