„Zeit“: Umsatz wächst leicht, Print-Geschäft stagniert

Freitag, 01. Februar 2013
„Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser
„Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser
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Umsatz Verlagsgruppe Gesamterlös SZ


Kein Jahr ohne Rekord-Getrommel: Die Zeit Verlagsgruppe vermeldet für 2012 den bislang höchsten Umsatz ihrer Geschichte. So stiegen die Gesamterlöse auf 154 Millionen Euro, das sind 2 Prozent mehr als 2011. Seit 2003 habe man den Umsatz damit mehr als verdoppelt, teilen die Hamburger stolz mit. Die Auflage steigt bekanntlich gegen den Markttrend, die Umsatzrendite ist gut zweistellig. Dennoch merkt auch die „Zeit" die Branchenprobleme. Denn 2011 waren die Gesamterlöse noch zweistellig gewachsen. Zurück zu 2012: Die Vertriebsumsätze stiegen auf 67,9 Millionen Euro (2011: 66,3 Millionen). Zur Entwicklung der Anzeigenerlöse schweigt sich die Pressemitteilung aus. Laut „Süddeutscher Zeitung", die mit „Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser gesprochen hat, stagniert das Stammgeschäft mit der gedruckten Ausgabe bei 118 Millionen Euro.

Immerhin: Der Umsatz von Zeit Online stieg um 9 Prozent. Schreibt das Portal denn nun endlich schwarze Zahlen? Kein Wort dazu. Nur soviel: „Unsere Online-Beteiligungen haben konsolidiert 2012 erstmals die Gewinnzone erreicht", sagt Esser in der „SZ". Dazu gehören neben Zeit Online aber auch die Karriereportale Academics.de und E-Fellows. Man muss also vermuten, dass Zeit Online - wie die allermeisten journalistischen Portale auch - nach wie vor Verluste macht.

36 Millionen Euro des Gesamtumsatzes entfielen 2012 auf den Bereich Neue Geschäftsfelder (unter anderem Magazine, Editionen, E-Commerce, Reisen, Weiterbildung, Corporate Publishing) und eben die erwähnten Online-Aktivitäten. rp

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