Zeit-Chef Giovanni di Lorenzo gibt dem WDR einen Korb

Dienstag, 02. April 2013
Giovanni di Lorenzo bleibt der "Zeit" treu
Giovanni di Lorenzo bleibt der "Zeit" treu

Die Findungskommission des WDR setzt bei der Suche nach einem Nachfolger für die scheidende Intendantin Monika Piel in erster Linie auf externe Kandidaten. Interne Kandidaten seien erst einmal zurückgestellt worden, berichtet der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe. Vor allem bei den parteiunabhängigen Mitgliedern des Rundfunkrates werde eine externe Lösung favorisiert, heißt es. WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn galt bislang als aussichtsreicher Kandidat. Auch den bei der Findungskommission eingegangenen Bewerbungen werden laut "Spiegel" nur geringe Chancen eingeräumt. "Für das Amt des WDR-Intendanten bewirbt man sich nicht, man wird gefragt", heißt es aus der Kommission. Damit dürften auch die Aussichten von Verlegersohn Konstantin Neven DuMont, der sich für das Amt beworben hat, nur gering sein. Warum die Stelle dann allerdings per Anzeige in großen Tageszeitungen öffentlich ausgeschrieben wurde, bleibt rätselhaft.

Unterdessen hat sich die Findungskommission auch schon eine Absage eingehandelt: Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der "Zeit" und angeblich Wunschkandidat der parteinunabhängigen Rundfunkräte, hat bereits abgewunken. Die Aufgabe sei zwar reizvoll, er habe jedoch gerade einen neuen Fünfjahresvertrag beim Zeit-Verlag unterschrieben, teilte er dem Gremium mit. dh
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