Zeichen der Zeit stehen auf Wachstum

Donnerstag, 01. März 2007

Der Zeit-Verlag rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatzwachstum von mindestens 5 Prozent in seinem Kerngeschäft, also bei Anzeigen- und Vertriebserlösen der Wochenzeitung "Die Zeit". Damit könnte der Umsatz 2007 erstmals die magische Schwelle von 100 Millionen Euro erreichen. Im vergangenen Jahr waren es 93 Millionen Euro (plus 7,5 Prozent). Allein die Nettoanzeigenerlöse stiegen 2006 um 12 Prozent auf knapp 41 Millionen Euro. Der Gesamtumsatz des Hamburger Verlags - inklusive Magazine und Zusatzgeschäfte - lag 2006 bei 110 Millionen Euro (plus 6 Prozent), der Gewinn stieg um 14 Prozent auf 12 Millionen Euro. In der Bilanz enthalten sind auch die mittlerweile vier "Zeit"-Magazine, deren jüngstes - "Zeit Campus" - bereits 2008 und damit ein Jahr früher als geplant die Gewinnschwelle erreichen soll.

Im HORIZONT-Interview nimmt "Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser auch erstmals Stellung zur veränderten Führungskonstellation in der Holtzbrinck-Verlagsgruppe, zu der die "Zeit" gehört. Dort ist ab Mitte März nicht mehr Michael Grabner für das Zeitungsgeschäft zuständig, sondern Stefan von Holtzbrinck selbst. Die Stuttgarter Geschäftsführung habe den "Zeit"-Verantwortlichen bisher immer "viele gute Anregungen gegeben, aber nie ins operative Geschäft eingewirkt", so Esser: "Ich gehe davon aus, dass sich daran wenig ändert." rp

Mehr zur Situation des Zeit-Verlags sowie das Interview mit Geschäftsführer Rainer Esser lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 9/2007, die in dieser Woche am Freitag, 2. März erscheint.

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