Zattoo zählt in Deutschland rund 2 Millionen registrierte Nutzer

Freitag, 03. Juni 2011
Knecht sucht weitere Partner für das TV-Angebot
Knecht sucht weitere Partner für das TV-Angebot

Der Internet-TV-Dienst Zattoo, der vor vier Jahren in Deutschland gestartet ist, zählt hierzulande mittlerweile rund 2 Millionen registrierte Nutzer und circa 400.000 Unique User (Internet Facts Februar 2011). Sie nutzen das Angebot zwischen 400 und 600 Minuten im Monat. Das ist zwar nur ein Zehntel des TV-Konsums der Durchschnittsdeutschen, im Vergleich zu anderen Ländern jedoch recht ordentlich. "Die Deutschen schauen viel im Internet fern", sagt Zattoo-Gründer Beat Knecht, der zum Thema Internet-TV auch auf den Audiovisual Media Days 2011 am 7. und 8. Juni in München sprechen wird.  Obwohl sich sein eigener TV-Dienst, der auf das reine Streaming von traditionellen Kanälen spezialisiert ist, gut entwickelt, ist Knecht davon überzeugt, dass es das klassische Fernsehen noch lange geben wird. "Themen zusammen erleben und auch in Echtzeit, spielt für die Zuschauer eine große Rolle. Das gilt für Formel-1-Rennen ebenso, wie für den Eurovision Song Contest", sagt er.

Hinzukommt, dass es in Deutschland kein Angebot gibt, dass online das gesamte TV-Spektrum relativ umfangreich anbietet. Zwar hat Zattoo viele öffentlich-rechtliche Sender im Angebot, die großen privaten Gruppen Pro Sieben Sat 1 und Mediengruppe RTL Deutschland, setzten jedoch auf ihre eigenen Angebote und wollen sich die Verbreitung nicht aus der Hand nehmen lassen. Trotz des öffentlich-rechtlichen Senderüberhangs, weist Zattoo keine überaltete Zuschauerschaft auf. "Unsere Nutzer sind im Alter repräsentativ für die Onlinenutzer insgesamt", sagt Knecht.

Die Verbreitung steigern will Zattoo durch eine Zusammenarbeit mit Axel Springer. Gemeinsam ermöglichen die beiden Unternehmen Live-Fernsehen auf dem iPhone und dem iPad. Die "Live-TV App" ist nach Angaben von Zattoo  und Springer die erste Anwendung, mit der Nutzer via WLAN das Programm von 40 Fernsehsendern in Echtzeit sehen kann. Derzeit finanziert sich Zattoo zu drei Vierteln über Werbeeinnahmen und zu einem Viertel über Pay-Erlöse. pap
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