ZMG-Studie: Unfruchtbarer Online-Wahlkampf

Mittwoch, 30. September 2009
Stefan Dahlem: Zeitung hat sich empfohlen
Stefan Dahlem: Zeitung hat sich empfohlen

Online bleibt ein Ergänzungsmedium im Wahlkampf, Konsumenten haben sich deutlich stärker in Printtiteln über die Themen der Parteien informiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Sonderauswertung des Werbetrackings "Zeitungsmonitor" der Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG) für HORIZONT.NET. Befragt wurden 8000 Bürger. Ergebnis: Lediglich 6 Prozent der Bundesbürger ab 18 Jahren haben in einer durchschnittlichen Woche in einer die Internetseiten der politischen Parteien genutzt. Zum Vergleich: Die Internet-Seiten der Zeitungen wurden von 27Prozent genutzt. Die Wahlkampfkommunikation wird von den deutschen Wählern nach wie vor in erster Linie über die klassischen Medien wahrgenommen. So nutzten gut zwei Drittel der Bundesbürger täglich die Zeitung, bei den für Politik Interessierten (74 Prozent) und den Parteigebundenen (70 Prozent) war die Nutzung noch höher. FDP-Wähler nutzten die Zeitung am stärksten (80 Prozent), gefolgt von CDU/CSU und SPD (jeweils 72 Prozent).

Für Stefan Dahlem, Leiter Key-Account bei der ZMG, steht damit fest, dass die Online- und Mobile-Strategien, die in der amerikanischen Wahlkampfkommunikation stark genutzt wurden, nicht auf Deutschland übertragbar sind. Die Zeitung habe sich angesichts ihrer hohen Reichweite „erneut empfohlen, die Parteianhänger zu mobilisieren sowie Ungebundene und Unentschiedene anzusprechen und zu überzeugen." se
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