ZDF will Gebührenperiode ausgeglichen abschließen

Freitag, 10. Dezember 2010
Das ZDF rechnet mit rückläufigen Einnahmen
Das ZDF rechnet mit rückläufigen Einnahmen

Das ZDF rechnet für das Jahr 2011 mit Erträgen in Höhe von 1,99 Milliarden Euro. Dies geht aus dem Haushaltsplan hervor, der heute im Rahmen der Fernsehratssitzung vorgestellt wurde. Darin geht das ZDF von rückläufigen Einnahmen durch Fernsehgebühren aus. Gründe hierfür seien die demografische Entwicklung aber auch die wachsende Zahl der sogenannten Schwarzseher. Die geplanten Aufwendungen sollen sich auf 1,96 Milliarden Euro belaufen, sodass die laufende Gebührenperiode Ende 2012 mit einem leicht positiven Gesamtergebnis abgeschlossen werde. Im Zentrum steht im kommenden Jahr das Projekt ZDF Kultur. Dieses Angebot wird am 1. April 2011 den ZDF Theaterkanal ablösen. Zeitgleich startet der digitale Spartensender mit veränderter Ausrichtung: Das öffentlich-rechtliche Programm wird auf den beiden Säulen Popkultur und Spiel ruhen. Der gebührenfinanzierte Kanal soll vor allem jüngere Zuschauer ansprechen.

Auch den vor gut einem Jahr gestartete Kanal ZDF Neo wollen die Mainzer stärken. Dies erfolge durch Synergien und Mittelumschichtungen. Intendant Markus Schächter zieht für das Projekt bisher eine positive Bilanz: "ZDF Neo übertrifft unsere Erwartungen und ist - gemessen am Zuschauerzuspruch - im digitalen Fernsehmarkt jetzt schon auf Augenhöhe mit Sendern wie Eurosport und N-TV, die bereits seit über 20 Jahren senden." Seit dem Sendestart vor rund einem Jahr verzeichnet der Kanal einen durchschnittlichen Monatsmarktanteil von 0,3 Prozent; im Digitalmarkt sind es 0,9 Prozent bei allen Zuschauern. bn
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